von Julian Pänke und Ivo Samson
Veröffentlicht am 11. März 2009.
in: DGAPanalyse 2/2009, 20 S., ISSN 1611-7034
Am 1. Januar 2009 ist die Slowakei der Eurozone beigetreten. Die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat sich entgegen aller Erwartungen auch unter der nationalistisch-sozialpopulistischen Regierung von Ministerpräsident Robert Fico fortgesetzt. Hinter der Fassade des slowakischen »Wirtschaftswunders« geben allerdings einige Strukturentwicklungen Anlass zur Sorge: die Beschneidung der Staatsausgaben durch radikale Steuersenkungen und eine damit einhergehende Vertiefung sozialer Unterschiede sowie der Verschlechterung der Infrastruktur, eine extreme Dominanz der Automobilindustrie und schließlich ein eklatanter Fachkräftemangel.
Aufgrund dieser strukturellen Defizite trifft die gegenwärtige Finanzkrise die Slowakei besonders hart und wird die slowakische Wirtschaftskraft massiv einschränken. Die Situation verschärfte sich unter dem Eindruck des »Gasschocks« im Januar 2009, der eine fast 100-prozentige Abhängigkeit von russischer Energie und den Fehler Bratislavas offenbarte, nach 1993 keine zumindest teilweise Unabhängigkeit von diesen Quellen hergestellt zu haben.
Zudem bleibt ein altes slowakisches Problem bestehen, nämlich die Existenz eines fest etablierten sozialromantischen und nationalistischen Wählerpotenzials. Die Beziehungen zur ungarischen Minderheit und zu Budapest sind auf einem alarmierenden historischen Tiefpunkt angelangt. Dabei droht das Verhältnis durch die nachlassende Wirtschaftsleistung der Slowakei und einen Wahlsieg des nationalkonservativen Fidesz-Chef Viktor Orban in Ungarn 2010 noch weiter zu eskalieren. Diese Entwicklung bedarf der vollen Aufmerksamkeit der Europäischen Union und seiner Mitgliedstaaten, denn einen solchen Konflikt innerhalb der Union kann sich Brüssel angesichts der gewaltigen globalen Herausforderungen eigentlich nicht leisten.
Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP
Ab 1. September 2010 wird Botschafter a. D. Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.
01.09.2010
Russische Medien und die Waldbrände
Hintergrundgespräch mit Dr. Stefan Meister
13.08.2010 | Deutschlandradio Kultur
Interview mit Dr. Stefan Meister
08.08.2010 | WDR 5, Die Tagespost, Radio Fritz, NRW-RV
Call for Applications:
Czech-German Young Professionals Program
Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Alexander Rahr trifft den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch
Alexander Rahr wurde am 18. Juni 2010 zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Yalta European Strategy vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch empfangen. Janukowitsch sprach über die verbesserte wirtschaftliche Lage im Land und über seine bevorstehende Deutschland-Reise. In diesem Zusammenhang erklärte Janukowitsch, dass er gute Beziehungen zu Deutschland unter anderem auch nutzen will, um wichtige politische Signale an die Europäische Union auszusenden. Die Ukraine möchte eine Freihandelszone mit der Europäischen Union begründen. Auch wünscht sich Janukowitsch die Abschaffung der Visen zwischen der Ukraine und der EU.
18.06.2010
Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen, referierte am 15. Juni 2010 bei der Tagung von EPIN in Istanbul zu “Europa 2030: Die Debatte um die Zukunftsstrategie der Europäischen Union”. Die Tagungen des Netzwerks europäischer Think Tanks finden regelmäßig zu aktuellen Fragen des Integrationsprozesses statt. Gastgeber in der Türkei war das Centre for Economics and Foreign Policy (EDAM).
15. Juni 2010
15.06.2010
Alexander Rahr moderierte am 10. Juni in Moskau eine Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Drug Production in Afghanistan. A Challenge to the International Community." An der Konferenz nahmenteil: Russlands Präsident Dmitri Medvedev, Aussenminister Sergei Lawrow, NATO-Botschafter Dmitri Rogozin, Generäle der ISAF, Mitglieder des Regierungskabinetts von Afghanistan, Sicherheitspolitiker aus Indien, Türkei, Iran, Pakistan, Kolumbien, USA.
10.06.2010
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