von François Géré
Veröffentlicht am 24. August 2010.
Während der ersten Phase des Atomkonflikts mit dem Iran zu Beginn des neuen Jahrtausends versuchtE Frankreich, gemeinsam mit Deutschland und Großbritannien – und im Gegensatz zur US-Regierung –, einen »kritischen Dialog« mit dem Iran aufrechtzuerhalten. Mit der Wahl von Nicolas Sarkozy zum Staatspräsidenten im Jahr 2007 erfolgt ein Kurswechsel in der französischen Iran-Politik, die von jetzt an von Härte gegenüber der Atompolitik Teherans, aber auch von Unkenntnis über die Entwicklungen im Iran geprägt ist. Heute erklärt Frankreich die Nichtverbreitung von Atomwaffen zur strategischen Priorität und möchte die iranische Regierung nach außen isolieren sowie nach innen durch verschärfte internationale Sanktionen schwächen.
von Laure Delcour
Veröffentlicht am 29. Juli 2010.
Basierend auf einer gemeinsamen Lesart des internationalen Geschehens stimmen Frankreich und Russland in ihren Positionen häufig weitgehend überein, wobei die französische Haltung damit nicht selten im Widerspruch zu den Positionen anderer EU-Mitgliedstaaten steht. Trotz seines privilegierten Verhältnisses ist es Frankreich bisher jedoch weder im politischen noch im wirtschaftlichen Bereich gelungen, eine kohärente europäische Position gegenüber Russland zu fördern.
von Baptiste Giraud
Veröffentlicht am 25. Juni 2010.
Die Entwicklung der französischen Gewerkschaften und der Streikkultur in Frankreich ist die Folge einer konfliktreichen Geschichte der Arbeitsbeziehungen, in der Streik von je her ein Instrument von zentraler Bedeutung darstellte. Entgegen einer verbreiteten Wahrnehmung liegt die Streikbereitschaft in Frankreich heute jedoch lediglich im unteren Drittel des europäischen Durchschnitts; zudem sind die Streiks in Frankreich zwar häufiger, doch von deutlich geringerem Ausmaß als beispielsweise in den nordeuropäischen Ländern.
von Patrick Hassenteufel
Veröffentlicht am 23. Juni 2010.
Trotz einer strengen Kostenkontrolle im Rahmen nationaler Zielvorgaben ist das französische Krankenversicherungssystem seit den siebziger Jahren defizitär. Ein Kurswechsel in der Gesundheitspolitik im Jahr 2002 läutete die Ablösung des Prinzips der Kostenkontrolle durch eine Strategie der Nachfragekontrolle und einer verstärkten Beteiligung der Patienten an der Gesundheitsfinanzierung ein. Einsparungen sollen zudem durch die Einführung einer umfangs- und leistungsbezogenen Vergütung der Ärzte und Gesundheitseinrichtungen sowie eine Reorganisation des Behandlungsangebots zur Effektivitätssteigerung im Gesundheitswesen erzielt werden.
von Daniel Boy
Veröffentlicht am 28. April 2010.
Das wachsende Gewicht der grünen Partei in Frankreich ist auf eine Sensibilisierung der Bevölkerung für Themen der politischen Ökologie zurückzuführen und hat eine Vorgeschichte, die weit vor dem Gründungsparteitag der Grünen 1984 beginnt. Umfassende gesellschaftliche Diskurse über Umweltthemen, die Übernahme umweltpolitischer Forderungen in die Programme der meisten Parteien und das Erstarken von Umweltverbänden stellen heute das Monopol der Grünen auf Ökologiethemen in Frage. Dem drohenden Profilverlust begegnet die grüne Bewegung 2009 mit der Gründung des Wahlbündnisses »Europe Écologie«, worin sich die Grünen zur Abkehr von zahlreichen parteiinternen Prinzipien gezwungen sehen.
Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP
Ab 1. September 2010 wird Botschafter a. D. Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.
01.09.2010
Russische Medien und die Waldbrände
Hintergrundgespräch mit Dr. Stefan Meister
13.08.2010 | Deutschlandradio Kultur
Interview mit Dr. Stefan Meister
08.08.2010 | WDR 5, Die Tagespost, Radio Fritz, NRW-RV
Call for Applications:
Czech-German Young Professionals Program
Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Alexander Rahr trifft den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch
Alexander Rahr wurde am 18. Juni 2010 zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Yalta European Strategy vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch empfangen. Janukowitsch sprach über die verbesserte wirtschaftliche Lage im Land und über seine bevorstehende Deutschland-Reise. In diesem Zusammenhang erklärte Janukowitsch, dass er gute Beziehungen zu Deutschland unter anderem auch nutzen will, um wichtige politische Signale an die Europäische Union auszusenden. Die Ukraine möchte eine Freihandelszone mit der Europäischen Union begründen. Auch wünscht sich Janukowitsch die Abschaffung der Visen zwischen der Ukraine und der EU.
18.06.2010
Almut Möller, Leiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen, referierte am 15. Juni 2010 bei der Tagung von EPIN in Istanbul zu “Europa 2030: Die Debatte um die Zukunftsstrategie der Europäischen Union”. Die Tagungen des Netzwerks europäischer Think Tanks finden regelmäßig zu aktuellen Fragen des Integrationsprozesses statt. Gastgeber in der Türkei war das Centre for Economics and Foreign Policy (EDAM).
15. Juni 2010
15.06.2010
Alexander Rahr moderierte am 10. Juni in Moskau eine Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Drug Production in Afghanistan. A Challenge to the International Community." An der Konferenz nahmenteil: Russlands Präsident Dmitri Medvedev, Aussenminister Sergei Lawrow, NATO-Botschafter Dmitri Rogozin, Generäle der ISAF, Mitglieder des Regierungskabinetts von Afghanistan, Sicherheitspolitiker aus Indien, Türkei, Iran, Pakistan, Kolumbien, USA.
10.06.2010
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