Publikationen: Transatlantische Beziehungen

Die Gipfeltreffen der G8 und G20 in Kanada: Große Herausforderungen, geringe Erwartungen

von Katharina Gnath und Claudia Schmucker
Veröffentlicht am 21. Juni 2010.

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Ende Juni 2010 finden in Kanada zwei Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt: Am 25. und 26. Juni treffen sich die Chefs der G8-Staaten – Kanada, USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland – in Muskoka. Am darauffolgenden Tag versammeln sich die G201 in Toronto. Die Herausforderungen sind groß: Das G20-Treffen findet vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise statt, die sich in den vergangenen Monaten zu einer Schuldenkrise entwickelt hat. Von beiden Gipfeln sind jedoch keine wegweisenden Entscheidungen zu erwarten, und daher ist vom Gipfelenthusiasmus der letzten Jahre nicht viel übrig geblieben.

Onkel Dagobert in Nöten. Auswirkungen der wirtschaftlichen Schieflage in den USA auf Europa

von Josef Braml
Veröffentlicht am 22. Februar 2010.

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Entgegen dem von US-Politikern und Notenbankern verbreiteten Zweckoptimismus wird sich die wirtschaftliche Schieflage in den USA weiter zuspitzen. Durch die rückläufige Konsumbereitschaft in den USA und die zu erwartende Inflation und Dollarabwertung werden insbesondere Asien und die bis dato hervorragende Wirtschaftspartnerschaft mit Europa in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem die exportabhängige deutsche Wirtschaft wird davon betroffen sein. Die deutsche Politik und Wirtschaft sollten sich frühzeitig durch Diversifikationsstrategien darauf einstellen.

Dranbleiben in Afghanistan

von Henning Riecke
Veröffentlicht am 26. Januar 2010.

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Alle Zeichen stehen auf Abzug. Deutschland beschäftigt sich endlich entschlossen mit Afghanistan, fragt aber nur: »Wann und wie kommen wir da wieder raus?« Darum geht es der Bundesregierung bei der Londoner Konferenz über Afghanistan, und um die Vermeidung von Kampfeinsätzen für die Bundeswehr. Ein Blick auf die Perspektiven der Afghanistan-Mission zeigt, dass die schnelle Festlegung auf einen vollständigen Abzug zwar der innenpolitischen Unterstützung in Deutschland dient, aber nicht ihren ursprünglichen Zielen. Besser wäre es, Regierung und Opposition würden gemeinsam und nüchtern über das Erreichbare debattieren und dann die Mittel einsetzen, die dafür notwendig sind. Eine langfristige Begleitung der afghanischen Staatlichkeit ist sinnvoll – für die NATO und für Deutschland. Zurzeit droht noch ein Ende der Mission, ohne Stabilität erreicht zu haben.

Germany's Grace Period is Over

von Dr. Josef Braml
Veröffentlicht am 06. November 2009.

The US will no longer give Germany a free-pass on sharing “the burden of global responsibility.” As skepticism of American foreign commitments broadens at home, and with Chancellor Merkel’s address before a joint session of Congress, Germany is no longer in a position to drag its heels on issues that the US finds most important. Furthermore, if Germany hopes to have any future sway in US politics, fulfilling expectations now is necessary.

The Obama Administration’s Global (NATO) Outlook

von Josef Braml
Veröffentlicht am 01. September 2009.

An „alliance of democracies“ which, in the eyes of advocates in the Obama Administration, is already represented by a „global NATO“ could compete with the United Nations or stand in as an alternative when in the future it will be crucial to combine efficiency, legitimacy and burden sharing in one organization.