Publikationen: Europäische Union

Reaktion auf die Krise: die Europäisierung der französischen Wirtschaftspolitik

von Jean-Marc Daniel
Veröffentlicht am 07. Mai 2009.

dgap_analyse_fr_2_2009.jpg

Zwar wurde auch Frankreich von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst, doch ist das Land weniger stark betroffen als viele seiner europäischen Partner. Sein Staatsdefizit beträgt aktuell rund fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), die Arbeitslosenzahlen steigen weniger stark als in anderen Ländern und das französische Bankensystem gehört neben dem italienischen zu den solidesten in Europa. Nicolas Sarkozy hat diese Situation genutzt, um seine Politik neu auszurichten. Im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern, die ihre Politik ebenfalls nach nur wenigen Monaten im Amt geändert hatten, vollzog er dabei nicht nur eine, sondern gleich zwei zentrale Kursänderungen.

Schluss mit den Alleingängen

von Marcel Viëtor
Veröffentlicht am 04. Mai 2009.

dgap_standpunkt_4_2009.jpg

Die EU kommt bei der Sicherung ihrer Energieversorgung nicht an Russland vorbei; und auch Russland ist auf die EU als Absatzmarkt Nr. 1 angewiesen. Da dies in absehbarer Zukunft so bleiben wird, sollten beide Seiten von Anfang an miteinander kooperieren und aufhören, Projekte im Alleingang zu entwickeln. Diese sind zum Scheitern verurteilt, denn es gelingt weder der EU noch Russland, die andere Seite später mit ins Boot zu holen. Deutliche Beispiele sind der von der EU seit Jahren vergeblich propagierte Energiechartavertrag, der jüngste russische Gegenvorschlag eines »neuen rechtlichen Rahmendokumentes« oder das Modernisierungsabkommen für das ukrainische Pipelinesystem.

Wo sind die deutschen „Welterklärer“?

von David Bosold
Veröffentlicht am 06. April 2009.

Vom Braindrain zum Braingain: Was können wir tun, damit nicht immer mehr deutsche Studenten und Wissenschaftler dauerhaft ins Ausland abwandern? Der Wissenschaftsstandort Deutschland muss attraktiver gemacht werden: durch bessere Studieninhalte und Betreuung sowie mehr Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen, auch für Ausländer.

Zwischen Wirtschaftswunder und Extremismus

von Julian Pänke und Ivo Samson
Veröffentlicht am 11. März 2009.

dgapanalyse_2_2009.jpg

Am 1. Januar 2009 ist die Slowakei der Eurozone beigetreten. Die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat sich entgegen aller Erwartungen auch unter der nationalistisch-sozialpopulistischen Regierung von Ministerpräsident Robert Fico fortgesetzt. Hinter der Fassade des slowakischen »Wirtschaftswunders« geben allerdings einige Strukturentwicklungen Anlass zur Sorge: die Beschneidung der Staatsausgaben durch radikale Steuersenkungen und eine damit einhergehende Vertiefung sozialer Unterschiede sowie der Verschlechterung der Infrastruktur, eine extreme Dominanz der Automobilindustrie und schließlich ein eklatanter Fachkräftemangel.

Die Chinapolitik der EU

von May-Britt Stumbaum
Veröffentlicht am 19. Februar 2009.

stumbaum_eu.jpg

With a focus on China, the author analyzes the infl uence of interest groups, but also of decision-making procedures on the national and the European level on EU trade and security policy. As the emerging power of the 21st century, China challenges the Europeans economically, politically, and ideologically – in their very identity. How does the European Union react to this challenge? Who decides what kind of policy the European Union will adopt towards China? How are decisions made – and which roles do business interests, the media, or the United States of America play? Based on rational choice and a multi-level approach, this process analysis focuses on decisions in the 2003-5 arms embargo debate and the textile dispute, regarding decisions as ‘building blocks’ for policy. The analysis concludes with concrete policy-recommendations for a successful and farsighted policy of the European Union towards the People’s Republic of China.