Publikationen: Europäische Union

Handelsohnmacht USA - Ein Plädoyer gegen die Beschleunigung der Doha-Runde

von Katharina Gnath und Josef Braml
Veröffentlicht am 03. Dezember 2008.

2008-17_stp_braml_gnath-handel_www.pdf.png

Europa kann nach den US-Wahlen weder eine sofortige Wiederbelebung der multilateralen Doha-Runde erwarten noch sollte es darauf drängen. Die Verhandlungen sind in einer Pattsituation; ihre Wiederbelebung würde einen klaren politischen Willen der wichtigsten Handelsnationen – allen voran den USA – erfordern. Doch der künftige US-Präsident Barack Obama kann diese internationale Führungsrolle bis auf weiteres nicht übernehmen, weil er mit Blick auf die akute Wirtschaftskrise andere, innenpolitische Wirtschaftsprioritäten setzen wird. Selbst wenn die Obama-Administration sich für eine Freihandelsagenda einsetzen wollte, hätte sie große Schwierigkeiten, die Unterstützung des Kongresses zu gewinnen, der in der amerikanischen Handelspolitik die entscheidende Rolle spielt.

Frankreich-Themen 2007

von Ulla Brunkhorst & Martin Koopmann (Hrsg.)
Veröffentlicht am 01. Dezember 2008.

dgap_schrift_fr.jpg

Die Frankreich-Themen 2007 bilden den Auftakt zu einer Publikationsreihe, die künftig in jährlichem Rhythmus mit Analysen zur französischen Politik erscheinen wird. Die Beiträge von Fachleuten aus Universitäten und Forschungsinstituten beleuchten Fragen der Außen- und Europapolitik genauso wie innen-, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Themen. Im vorliegenden Band steht naturgemäß die umfassende Analyse der Präsidentschaftswahlen mit ihren Folgen für ausgewählte Politikfelder im Mittelpunkt – wie die Beziehungen zu Russland, die Afrikapolitik, die Europapolitik und die Industriepolitik

Eine neue europäische Klimadiplomatie – Einbindung der USA bei der Lösung der Klimakrise

von Simon Koschut und Jennifer Morgan
Veröffentlicht am 24. November 2008.

dgap_standpunkt_16.jpg

Bundesaußenminister und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat den Kampf gegen die Erderwärmung bei seiner Rede in San Francisco am 31. August 2008 zum zentralen Bestandteil einer neuen transatlantischen Agenda für das 21. Jahrhundert erklärt. Im Auswärtigen Amt spricht man in diesem Zusammenhang bereits von einer neuen Ära transatlantischer Zusammenarbeit. Die Voraussetzungen für eine »grüne Allianz« stehen angesichts des klimapolitischen Meinungswandels in den USA nicht schlecht. Mit der Wahl von Barack Obama zum künftigen amerikanischen Präsidenten entstehen neue Möglichkeiten. Sein Wahlprogramm weist viele Ähnlichkeiten mit Elementen der europäischen Klima- und Energiestrategie auf. Die internationalen Klimaschutzverhandlungen bieten die Möglichkeit für Barack Obama, das internationale Ansehen der USA wiederherzustellen. Europa muss nun geschickt agieren und nach einer transformativen transatlantischen Partnerschaft streben, in der Klimawandel die oberste Priorität einnimmt. Nirgendwo sonst ist der Wandel so notwendig wie in der internationalen Klimaschutzpolitik, und Europa hat dabei die Möglichkeit, sich auf Obamas eigene Agenda zu beziehen, um Europas Ziele voranzubringen.

12th International Summer School "Regional Leaders, Global Challenges: Issues, Interests and Strategies"

von Kathrin Brockmann, David Bosold (eds.)
Veröffentlicht am 10. November 2008.

dgap_bericht_13.jpg

In a world more and more characterized by multipolar structures, stability is an ever more evasive aim. Political theory tells us that multipolar systems are much less stable than bipolar or hegemonic ones. For the next generation of global political leaders it is paramount to understand how tectonic shifts in our present global order will influence the relative position of their own countries. The shifting parameters of rising powers, trends of regional cooperation and integration will set the stage for an emerging new world order where not only states and markets, but increasingly also transnational networks will play an ever more important role. In this sense, we could address networks in a double perspective: in the real world which we try to shape and understand and also in the world of young leaders who will have to shoulder the bulk of work and responsibility in the years and decades ahead.

Illusion der Bewegung - Eine Bilanz der französischen Wirtschafts- und Sozialpolitik unter Nicolas Sarkozy

von Xavier Timbeau
Veröffentlicht am 03. November 2008.

dgapanalyse-frankreich-2008-08.jpg

Statt eines übergeordneten strategischen Konzepts prägt eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen die Wirtschafts- und Sozialpolitik unter Nicolas Sarkozy. Ernüchterung, Enttäuschung und Ungewissheit über die langfristige Zielsetzung der Reformen bestimmen die gesellschaftliche Reaktion und führen zu einer zunehmenden Infragestellung der aktuellen französischen Wirtschafts- und Sozialpolitik.