Publikationen: Frankreich / deutsch-französische Beziehungen

Frankreich ist Frankreich ist Europa

von Claire Demesmay und Andreas Marchetti
Veröffentlicht am 09. März 2010.

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Frankreichs Europa-Politik ist von zwei widerstreitenden Diskursen geprägt: Der eine setzt auf eine Funktionalisierung Europas zur Durchsetzung französischer Interessen, während der andere die von Nicolas Sarkozy angekündigte »Rückkehr Frankreichs nach Europa« betont. Die Konzentration der außenpolitischen Entscheidungsmacht in der Hand des Präsidenten und ein neuer pragmatischer Ansatz prägen die aktuelle französische Europa-Politik, die grundsätzlich dem intergouvernementalen Ansatz verschrieben bleibt und die Führungsrolle Frankreichs in Europa zu festigen sucht.

Der Vertrag von Lissabon - Analyse und Bewertung

von Dr. Andreas Marchetti und Dr. Claire Demesmay (Hrsg.)
Veröffentlicht am 01. März 2010.

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Mit dem Vertrag von Lissabon beschließt die EU ihren langjährigen internen Reformprozess. Die Autoren des Bandes kommentieren den Vertrag anhand der Struktur des neuen EU-Vertrags, dessen einzelne Titel den jeweiligen Analysen in Gänze vorangestellt sind. Das Werk vereint Sichtweisen aus den Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in interdisziplinärer Perspektive, um den Vertrag umfassend zu würdigen.

Zwei Wirtschaftssysteme in der Bewährungsprobe: Die deutsch-französische Debatte über die Wirtschaftskrise

von Christophe Blot und Stefan Kooths
Veröffentlicht am 22. Dezember 2009.

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Obwohl die Rezession und die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland und Frankreich synchron verliefen, gab es Unterschiede im Ausmaß der Krise. Warum hat Deutschland (zusammen mit Japan) unter allen Industriestaaten den stärksten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes zu verzeichnen? Warum gehört hingegen Frankreich zu den Ländern, die am Wenigsten betroffen sind? Wie lässt sich erklären, dass die Zunahme der Arbeitslosigkeit bis zum heutigen Tag in Frankreich wesentlich gravierender ausfällt, obwohl in Deutschland der Wachstumseinbruch stärker ist? Neben einer Analyse der von Berlin und Paris eingesetzten Maßnahmen zur Wiederbelebung der Konjunktur, fragen sich die Autoren, ob beide Länder angemessene Wachstumsstrategien verfolgen und ob diese gegebenenfalls verbesserungswürdig sind.

Einzigartig und widersprüchlich: Die Neudefinition der französisch-chinesischen Beziehungen

von Valérie Niquet
Veröffentlicht am 04. Dezember 2009.

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Trotz einzelner Krisen erfuhren die französisch-chinesischen Beziehungen seit Beginn der achtziger Jahre eine stetige Intensivierung, die um die Jahrtausendwende zur Begründung einer »strategischen Partnerschaft« zwischen beiden Ländern führte. Ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen beiden Volkswirtschaften belastet jedoch die Beziehungen heute – ebenso wie die aggressive Technologietransferpolitik Chinas oder die Asymmetrien zwischen beiden Staaten bezüglich der Investitionen ins Partnerland und der Öffnung ihrer Märkte.

Die Europäisierung des EADS-Konzerns

von Kai Behrens und Louis-Marie Clouet
Veröffentlicht am 17. November 2009.

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Bei seiner Gründung im Jahr 2000 prägte den EADS-Konzern das Prinzip der Gleichberechtigung zwischen deutschen und französischen Partnern und Aktionären. Auf der Managementebene kam dieses Prinzip insbesondere im System des Doppelmanagements zum Ausdruck. Unterschiedliche Unternehmens- und Aktionärskulturen sowie Produktionsschwierigkeiten durch inkompatible Produktionsprozesse an den europäischen Standorten, führten zu Spannungen im Unternehmen, die sich mit der Wachstumskrise 2006/2007 verschärften. Die Konzernleitung reagierte auf wirtschaftliche Probleme und konzerninterne Differenzen mit der Abschaffung des Doppelmanagements und den Rationalisierungsplänen »Power 8« und »Power 8+«, die Stellenabbau, Standortverlagerung und eine teilweise Produktionsausgliederung vorsehen.