von Helmut Hubel, Karl Kaiser, Hanns W. Maull, Eberhard Sandschneider, Klaus-Werner Schatz und Steffen Angenendt (Hrsg.)
Veröffentlicht am 22. Mai 2006.
in: Jahrbuch Internationale Politik 2003/2004
Die internationalen Beziehungen werden im Zuge der Globalisierung komplexer und für jedes einzelne Land immer wichtiger. Die Grenzen zwischen Innen- und Außenpolitik lösen sich auf, und die Zahl der außenpolitischen Akteure nimmt zu. Gleichzeitig gibt es im Zeitalter des Internets ein unübersehbares und zunehmend kurzlebiges Informationsangebot, dessen Verlässlichkeit der Einzelne immer schwerer überprüfen kann.
Das seit 50 Jahren fortlaufend erscheinende Jahrbuch Internationale Politik schließt hier eine Lücke. Es gibt regelmäßig für den jüngst zurückliegenden Zweijahreszeitraum einen strukturierten, zuverlässigen und bewertenden Überblick über die weltpolitischen Ereignisse. Adressaten sind die Fachöffentlichkeit und die in Deutschland an Außenpolitik, internationalen Beziehungen und dem Weltgeschehen Interessierten.
Inzwischen liegt der 26. Band der Jahrbücher vor, das Jahrbuch Internationale Politik 2003/2004. Dieser Band enthält 39 Beiträge. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Weltmachtrolle der USA. Hierzu wird zunächst ein Überblick über die amerikanischen Bemühungen um eine neue Weltordnung gegeben, wobei der Krieg zum Sturz des irakischen Regimes, die Innenpolitik und die Präsidentschaftswahlen in den USA und die Reaktionen der Welt auf die amerikanische Außenpolitik dargestellt und analysiert werden.
Ein zweites Schwerpunktthema ist der Nahe und Mittlere Osten, insbesondere der Konflikt zwischen Israel und Palästina, die schwierigen Bemühungen um eine Nachkriegsordnung in Irak und um eine Stabilisierung in Afghanistan sowie die Gratwanderung der gesamten Region zwischen Reform und Beharrung. Dabei wird insbesondere die Entwicklung in Iran und Saudi-Arabien behandelt.
Im Kapitel über globale Probleme gibt es neben Beiträgen über die Ausbreitung des internationalen Terrorismus und über Rüstung und Abrüstung Analysen zur Globalisierung von Infektionskrankheiten, zu den Fortschritten in der internationalen Umweltpolitik und zur Entwicklung der grenzüberschreitenden Wanderungsbewegungen.
Das Europa-Kapitel behandelt die Erweiterung und Vertiefung der EU und die mühsame Gestaltung einer europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, bietet einen Überblick über die deutsche Außenpolitik im Berichtszeitraum und beschreibt die innenpolitische Entwicklung und internationale Rolle wichtiger europäischer Länder und Regionen, vor allem Russland, das ehemalige Jugoslawien, Ukraine und Weißrussland und die Kaukasus-Region.
Der weltpolitische Überblick wird abgerundet durch mehrere Regionalkapitel. Im Afrikakapitel erfährt die Entwicklung in Nordafrika besondere Aufmerksamkeit, es werden aber auch die Konflikte in West- und Ostafrika mit ihren regionalen und internationalen Akteuren behandelt. Das Asienkapitel enthält Beiträgen über China, Korea, Südasien, Südostasien und Zentralasien. Abgerundet wird das Jahrbuch durch ein Amerikakapitel, das Darstellungen und Analysen zur Entwicklung in Mittel- und Südamerika und zur Rolle der Region in den internationalen Beziehungen bildet..
Jahrbuch Internationale Politik 2003/2004
Band 26, 448 Seiten
ISBN 3-486-57764-8
EUR 49,80
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