Energieaußenpolitik der USA: Die Rolle der Golfregion

von Josef Braml
Veröffentlicht am 09. Juni 2008.
in: Gerhard Wahlers (Hrsg.): Im Fadenkreuz der Großmächte. Die Geopolitik der Golfregion, Sankt Augustin / Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung, 2008, S. 31-37

Der Persische Golf – eine Region, deren politischer Status quo bislang amerikanischen Interessen gedient hat – erweist sich zunehmend als Unsicherheitsfaktor hinsichtlich der zuverlässigen Lieferung preiswerter Energieressourcen. Mit dem expandierenden China ist ein weiterer Konkurrent um knappe Ressourcen auf den Plan getreten, sowohl im Mittleren Osten als auch in »hot spots«, das heißt in entwicklungsfähigen Regionen wie Westafrika oder Zentralasien. Einige Beobachter dieses Wettstreits, der so genannten »petropolitics«, haben bereits eine »Achse des Öls« identifiziert, wonach Russland, China und möglicherweise der Iran als »Gegengewicht zur amerikanischen Hegemonie« agieren und den USA ihre Ölversorgung und strategischen Interessen streitig machen.

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