Studiengruppen, Gesprächskreise und Projektgruppen

Studiengruppen

Studiengruppe für Strategische Fragen

Vorsitzender: Hans-Ulrich Klose, MdB
Referent: Dr. Henning Riecke

Die Studiengruppe bearbeitet den Bereich der internationalen Sicherheitspolitik. Dabei werden regelmäßig die Entwicklungen in der NATO diskutiert, in der ab 2007 eine intensivere Debatte über ein neues strategisches Konzept zu erwarten ist. Ein weiteres Thema ist die Rolle Deutschlands und Europas als Akteure in strategischen Regionen.

Studiengruppe für Globalisierung und weltwirtschaftliche Zusammenarbeit

Vorsitzender: Eckart von Klaeden
Referentin: Katharina Gnath

Katharina Gnath hat die Verantwortung für die Studiengruppe für Globalisierung und weltwirtschaftliche Zusammenarbeit, die bis zum Ende des Jahres 2005 unter dem Vorsitz von Dr. Ditmar Staffelt, MdB, Parl. Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), stattfand. Die Studiengruppe analysiert aktuelle Entwicklungen in der Weltwirtschaft mit einem Schwerpunkt auf die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen auf Deutschland und die EU.

Studiengruppe für Europapolitik

Vorsitzender: Dr. Werner Hoyer, MdB
Referent: Dr. Henning Riecke

Die Studiengruppe für Europapolitik hat zwei Verteiler: Die Kerngruppe arbeitet in mehreren Sitzungen an einem einzelnen Thema, mit dem Ziel, ein Policy-Papier zusammenzustellen. Auf Basis der Gruppenarbeit werden auch größere Veranstaltungen für einen breiteren Kreis von Europainteressierten durchgeführt. Die Agenda der Kerngruppe wird im Jahr 2007 vor allem von der deutschen EU-Ratspräsidentschaft geprägt.

Studiengruppe für Globale Zukunftsfragen

Vorsitzender: Dr. Reinhard Loske, MdB
Referenten: Katharina Gnath, Dr. Henning Riecke

In der Studiengruppe sollen vor allem aktuelle Fragen auf den Gebieten Umwelt und Entwicklung diskutiert werden. Im Bereich Umwelt wird weiterhin die Fortentwicklung des Kyoto-Protokolls in der zweiten Verpflichtungsperiode nach 2012 sowie das Thema Energieversorgungssicherheit im Vordergrund stehen. Bei den Entwicklungsfragen wird der Fokus voraussichtlich auf Afrika (Verwirklichung der Millennium Development Goals etc.) und neuen Formen der Entwicklungsfinanzierung liegen. Ingesamt werden dabei vorrangig die Themen der G-8-Präsidentschaft von Deutschland im Jahr 2007 berücksichtigt.

Gesprächskreise

Gesprächskreis Transatlantische Beziehungen

Vorsitz: Karsten D. Voigt, Koordinator für die Deutsch-Amerikanische Zusammenarbeit, Auswärtiges Amt
Referent: Simon Koschut

Der mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung im Jahre 2001 eingerichtete Gesprächskreis Transatlantische Beziehungen wurde im Jahre 2005 im Rahmen des Programms USA/Transatlantische Beziehungen der DGAP betreut. Teilnehmer sind Experten aus der Politik, aus den Ministerien und Mitarbeiter aus dem Bundestag, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medienvertreter, die sich mit den transatlantischen Beziehungen beschäftigen. Ein Schwerpunkt wird auf den Dialog und den Aufbau eines Netzwerkes der jüngeren Generation Außenpolitiker gelegt

Ständiger Gesprächskreis Frankreich/Deutsch-Französische Beziehungen

Vorsitz: Dr. Andreas Schockenhoff, MdB
Referent: Dr. Martin Koopmann

Mehrmals im Jahr tagt der Ständige Gesprächskreis Frankreich/Deutsch-Französische Beziehungen, dem etwa 180 Persönlichkeiten aus Politik, Ministerien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien angehören. Der Gesprächskreis tritt seit dem 1. Januar 2003 unter dem Vorsitz von Dr. Andreas Schockenhoff (MdB, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Deutsch-französischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag) zusammen.

Gesprächskreis Polen/Deutsch-Polnische Beziehungen

Vorsitz: Markus Meckel, MdB
Referent: Stephen Bastos

Dem von Markus Meckel, MdB, geleiteten Gesprächskreis gehören über 100 namhafte Polen-Experten aus Politik, Wissenschaft, Publizistik und Wirtschaft an. Das Ziel dieses kontinuierlichen Gremiums besteht darin, sich im Expertenkreis intensiv mit aktuellen Fragestellungen, die Polen und die deutsch-polnischen Beziehungen betreffen, auseinander zu setzen.

Der Gesprächskreis kommt zwei bis dreimal jährlich in der DGAP zu einem vorbereiteten Thema zusammen und besteht aus einem Experten-Fachvortrag und einer anschließenden intensiven Diskussion.

Das Mitteleuropa-Programm koordiniert gemeinsam mit dem Vorsitzenden die inhaltliche Vorbereitung, die Einladung der Teilnehmer sowie die Durchführung und Auswertung der Veranstaltungen.

Gesprächskreis Mitteleuropa (Deutschland-Tschechien-Slowakei-Ungarn)

Vorsitz: Christian Schmidt, MdB
Referent: Dr. Gereon Schuch

Dem von Christian Schmidt, MdB, geleiteten Gesprächskreis gehören über 100 namhafte Experten aus Politik, Wissenschaft, Publizistik und Wirtschaft an. Das Ziel dieses kontinuierlichen Gremiums besteht darin, sich im Expertenkreis intensiv mit aktuellen Fragestellungen zur Region Tschechien / Slowakei / Ungarn bzw. den Beziehungen Deutschlands zu diesen Ländern auseinander zu setzen.

Der Gesprächskreis kommt zwei bis dreimal jährlich in der DGAP zu einem vorbereiteten Thema zusammen und besteht aus einem Experten-Fachvortrag und einer anschließenden intensiven Diskussion.

Das Programm Mitteleuropa koordiniert gemeinsam mit dem Vorsitzenden die inhaltliche Vorbereitung, die Einladung der Teilnehmer sowie die Durchführung und Auswertung der Veranstaltungen. Interessenten können sich zur Aufnahme in den Teilnehmerkreis an die DGAP wenden.

Gesprächskreis »Gesichter Russlands«

Vorsitz: Alexander Rahr
Referent: Stefan Meister

Sechs Mal pro Jahr finden wirtschaftspolitische Frühstücke zu Industrie-, Energie-, Logistik und Wirtschaftsthemen in den russisch-europäischen Beziehungen statt. Russische und deutsche Politiker und Experten diskutieren dort die Grundlagen der strategischen Partnerschaft.

Projektgruppen

Projektgruppe Internationale Weltraumpolitik

Vorsitz: Jens Böhrnsen, Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen und Präsident des Senates
Referent: Dr. Christoph Grams

Die Projektgruppe Internationale Weltraumpolitik stellt das wichtigste Instrument der DGAP dar, um die Entwicklung der deutschen Raumfahrt inhaltlich zu begleiten. Hierbei werden kontinuierlich die europäischen sowie die außereuropäischen Bezüge analysiert und in ihren Auswirkungen auf die deutsche Situation dargestellt. Die Arbeit der Projektgruppe wird 2007 durch das verstärkte raumfahrtpolitische Engagement der Bundesregierung geprägt sein.

Projektgruppe Islam und Politik

Vorsitz: Wolfgang Gerhardt, MdB
Leitung: Prof. Dr. Joachim Krause, Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft an der Universität Kiel
Prof. Dr. Eberhard Sandschneider, Otto Wolff-Direktor des Forschungsinstituts der DGAP

Das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel und das Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) haben 2005 gemeinsam diese Projektgruppe gegründet, die ein Forum für einen politischen Dialog mit Muslimen darstellen soll.

Mitglieder der Projektgruppe sind Vertreter muslimischer Organisationen in Deutschland, Politiker, Beamte, Journalisten und Experten aus Deutschland sowie Vertreter ausländischer Medien. Der Bereich der Themen soll Fragen der Integration von Muslimen in europäische Gesellschaften ebenso umfassen wie Fragen, die die Sicherung und Gestaltung des Friedens und die Demokratie im Mittleren Osten betreffen.

Projektgruppe Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und sensitiven Technologien

Referent: Prof. Dr. Erwin Häckel

Die Projektgruppe Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und sensitiven Technologien wird vom Forschungsinstitut der DGAP und dem Forschungszentrum Jülich gemeinsam getragen. Ihr gehören etwa 60 Experten aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Publizistik an. Aufgabe der Projektgruppe ist es, die aktuellen und langfristigen Probleme der Proliferation namentlich von Kernwaffen sowie von chemischen und biologischen Kampfmitteln und ihrer Trägersysteme zu beobachten und zu analysieren. Ihr Ziel ist es, im Gedankenaustausch der verantwortlichen Fachleute die Interessenlage der Bundesrepublik Deutschland im Zusammenhang der sicherheitspolitischen und technologischen Entwicklungen zu bestimmen und die Bedingungen für eine dauerhafte und konsensfähige internationale Ordnung zur Eindämmung und Kontrolle von Massenvernichtungswaffen zu erkunden.