In der DGAP diskutierten am 11. und 12. Juni 2007 Experten, Diplomaten und Parlamentarier aus der EU, Russland und den USA über Strategien für den postsowjetischen Raum. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen im Verhältnis zwischen Russland und der EU sowie vor dem Hintergrund des Raketenabwehrstreits waren die rund 60 Teilnehmer auch besonders mit den grundlegenden Beziehungen untereinander befasst.
Ein prominentes Thema war das Angebot Präsident Putins, eine aserbaidschanische Radarstation in den Raketenabwehrschild einzubeziehen. Gleiches galt für die Auseinandersetzungen um polnisches Fleisch und das sowjetische Soldatenehrenmal im estnischen Tallinn, die Kosovofrage sowie die »frozen conflicts« in Moldova und dem Südkaukasus.
Zu Beginn standen nach einem einführenden Vortrag des Dumaabgeordneten Alexander Lebedev Erfolg und Misserfolg russischer Konzepte zur Diskussion. Markus Ederer, Chef des Planungsstabes im Auswärtigen Amt, eröffnete das zweite Panel über die neue Ostpolitik der EU.
Der zweite Konferenztag stand schließlich im Zeichen der amerikanischen Perspektive, die einleitend David Kramer, der für Russland und Eurasien zuständige Deputy Assistant Secretary des State Department, vortrug.
Die Veranstaltung wurde bereits zum fünften Mal vom Programm Russland/Eurasien der DGAP, dem Washingtoner National Intelligence Council (NIC) sowie dem Moskauer Rat für Außen- und Verteidigungspolitik (SVOP) organisiert.
