Das Programm verfügt über ein erprobtes, hochwertiges Netzwerk in Ländern wie Russland, Ukraine, Belarus, im Kaukasus und in Zentralasien und arbeitet als Kontakt- und Analysezentrum an der Schnittstelle zwischen Deutschland, der EU und ihren neuen Nachbarn im Osten.
Russland und der postsowjetische Raum sind – nach der EU-Osterweiterung 2004 – in die unmittelbare strategische Nachbarschaft der EU gerückt. Jetzt geht es für die EU darum, strategische Partnerschaften mit den post-sowjetischen Staaten aufzubauen. Über den Energiedialog und pragmatische Wirtschaftsverflechtungen werden zwischen der EU und dem post-sowjetischen Raum »gemeinsame Räume geschaffen.«
Für manche Staaten, wie die Ukraine oder Georgien, könnte sich sogar die Möglichkeit einer EU- und NATO-Mitgliedschaft ergeben. Angesichts dieser Entwicklung sind, neben einer konstruktiven Netzwerkpflege, verstärkte Regionalstudien zum postsowjetischen Raum zunehmend wichtig.
In der Region des Kaspischen Meeres kommt es zur Ausbildung eines neuen sicherheits- und wirtschaftspolitischen »Eurasiens«, in dem Russland und China involviert sind. Russland und die postsowjetische Region werden aus energiepolitischen Gründen für die EU immer wichtiger. Aber auch Themen wie der Kampf gegen den internationalen Terrorismus, sowie gemeinsame Herausforderungen durch demographische Entwicklungen werden Russland und Deutschland in den nächsten Jahren beschäftigen.
Für die deutsche Außenpolitik ist es zunehmend wichtig, innerhalb der EU und der Transatlantischen Gemeinschaft einen Konsens für eine gemeinsame Russlandpolitik zu erzielen, was nicht unproblematisch ist. Hier betätigt sich das Zentrum als unabhängige, politikberatende Instanz.
Das Programm erstellt regelmäßig Analysen zur aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in dieser strategisch wichtigen Region und vermittelt die gewonnenen Erkenntnisse an die breite Öffentlichkeit über Medienauftritte, Veranstaltungen und spezielle wirtschaftspolitische Frühstücke (in Kooperation mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft).