Die Studiengruppen der DGAP sind ein wichtiger Baustein in der Herausbildung und Pflege einer außenpolitischen Kultur im vereinten Deutschland. Drei- bis fünfmal jährlich treffen sich Abgeordnete des Bundestages, hohe Beamte der Fachministerien und internationaler Organisationen, Wissenschaftler, Vertreter der Wirtschaft, erfahrene Journalisten und Experten, die vom Vorsitzenden unter Beratung des Forschungsinstituts der DGAP ausgewählt und persönlich eingeladen werden. Die Studiengruppe wendet sich nicht direkt an die Öffentlichkeit. Vielmehr soll durch den Dialog derjenigen Kreise, die an Problemen der Außen- und Sicherheits- und Außenwirtschaftspolitik interessiert sind, der öffentliche Diskurs über diese Fragen angeregt und versachlicht werden. Die Diskussion wird vertraulich geführt.
Katharina Gnath hat die Verantwortung für die Studiengruppe für Globalisierung und weltwirtschaftliche Zusammenarbeit, die unter dem Vorsitz von Eckart von Klaeden, MdB, Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stattfindet. Die Studiengruppe analysiert aktuelle Entwicklungen in der Weltwirtschaft mit einem Schwerpunkt auf die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen auf Deutschland und die EU.
Zusammen mit Dr. Henning Riecke ist Katharina Gnath verantwortlich für die Studiengruppe für Globale Zukunftsfragen unter dem Vorsitz von Dr. Reinhard Loske, MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen. Die Studiengruppe beschäftigt sich mit globalen Themen wie Entwicklungszusammenarbeit, Klimaveränderung, Energieversorgung und sozialen Veränderungen. Katharina Gnath betreut die ökonomischen und entwicklungspolitischen Themen der Studiengruppe.
Die DGAP organisierte zusammen mit dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) eine Vortragsveranstaltung mit EU-Kommissar Peter Mandelson am 23. Januar 2006. Kurz nach der WTO-Ministerkonferenz von Hongkong skizzierte Kommissar Mandelson in einer Grundsatzrede die Position der EU in den kommenden WTO-Verhandlungen im Jahr 2006. Mandelson betonte, dass die jetzige Blockade der Handelsgespräche nicht durch die EU und ihr Angebot in der Landwirtschaft verursacht werde, sondern durch die Weigerung anderer Handelspartner wie z.B. Brasilien, ihrerseits substanzielle Angebote in den Bereichen Marktzugang für Industriegüter und Dienstleistungen vorzulegen. Mandelson betonte, dass er bei dieser Haltung von allen EU-Staaten, inklusive Deutschland, unterstützt werde.