Unabhängigkeit für das Kosovo? Amerikanische Außenpolitik und die Zukunft des Kosovo
Mittwoch 13. Juni 13:00 -
15:00
Ort: DGAP, Berlin
Der Thyssen-Gesprächskreis »Transatlantische Beziehungen« traf sich am 13. Juni 2007 zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Gemeinsam mit Michael Martin, Leiter der Unterabteilung für Auswärtige Angelegenheiten der Amerikanischen Botschaft in Berlin, und Karsten D. Voigt, Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, diskutierten die Teilnehmer über die Zukunft des Kosovo.
Der Prozess über den zukünftigen Status des Kosovo tritt in seine entscheidende Phase. Nach dem Plan des UN-Gesandten Martti Ahtisaari machen sich vor allem die USA für eine »überwachte Unabhängigkeit« der Provinz stark. Auch die EU, unter deren Aufsicht das Kosovo gestellt werden soll, hat sich für die Unabhängigkeit der serbischen Teilrepublik ausgesprochen. Serbien lehnt dagegen eine dauerhafte Abspaltung des Kosovo ab. Russland hat bisher seine Zustimmung zum Ahtisaari-Plan im UN-Sicherheitsrat verweigert. Auf dem G-8-Gipfel konnte in dieser Frage keine Annäherung mit Russland erzielt werden. Präsident Bush kündigte daraufhin bei seinem Albanienbesuch an, das Kosovo notfalls auch unilateral anzuerkennen. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmer über eine transatlantische Strategie zur Umsetzung des Ahtisaari-Plans, das Verhältnis zu Russland und die künftige Einbindung der Region.