Am 28. April hielt der amerikanische Irakexperte Lawrence F. Kaplan in der DGAP einen Vortrag zur Lage in dem Land fünf Jahre nach dem Sturz von Saddam Hussein.
Der Irakkrieg führte 2003 zu einer der tiefsten Krisen im transatlantischen Verhältnis. Fünf Jahre später ist die Krise zwar weitgehend beigelegt, doch die Zukunft des Irak ist weiterhin ungewiss. Sowohl Deutschland als auch die USA haben großes Interesse an einem demokratischen und wirtschaftlich stabilen Irak. Wie kann dieses Ziel gemeinsam erreicht werden? Welchen Beitrag kann die Bundesrepublik gemeinsam mit einem neuen US-Präsidenten leisten?
Vor einer großen Anzahl von Gästen berichtete Lawrence F. Kaplan von seinen Eindrücken während eines zweijährigen Aufenthalts im Irak. Dabei machte er insbesondere auf das Problem einer handlungsfähigen irakischen Zentralregierung, die Folgen des wachsenden öffentlichen Drucks in den USA auf die Militärstrategie im Irak und die Frage eines zukünftigen deutschen und europäischen Beitrages zur Stabilisierung des Landes am Persischen Golf aufmerksam.
Lawrence F. Kaplan ist David Rubenstein Distinguished Visitor an der American Academy in Berlin.