Pakistan ist ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen Wiederaufbau in Afghanistan. Nach den Wahlen in Pakistan hat die Partei von Pervez Musharraf keine Mehrheit mehr im Parlament. Damit zeichnet sich ein politischer Machtkampf zwischen Staatspräsident Musharraf und dem neugewählten Regierungschef Yousaf Raza Gillani ab. Wie stellt sich die amerikanische Außenpolitik auf die neue Situation nach den Wahlen ein? Welche Auswirkungen hat dies auf die deutsche Afghanistanpolitik?
Dazu fand am 23. April in der DGAP ein Expertengespräch statt mit dem stellvertretenden Leiter der Abteilung Süd- und Zentralasien im US-Außenministerium, Donald Camp. Unter der Moderation des Geschäftsführenden stellvertretenden Präsidenten der DGAP, Fritjof von Nordenskjöld, diskutierten die Teilnehmer unter anderem über amerikanische Militär- und Entwicklungshilfe für Pakistan, die Rolle der pakistanischen Armee, den möglichen Dialog mit militanten Gruppen im Grenzgebiet zu Afghanistan und die verstärkte multilaterale Einbindung der westlichen Bündnispartner.