von Josef Braml
Veröffentlicht am 23. April 2008.
Zunehmender Energiekonsum, wachsende Abhängigkeit von Ölimporten und eine größere Sensibilität der Öffentlichkeit für Klimaprobleme haben in den USA die Debatte über eine »low carbon economy« intensiviert. Nach der Neupositionierung auch von Teilen der Wirtschaft ist – unter dem nächsten Präsidenten – eine politische Initiative für erneuerbare Energien und neue Technologien nicht unwahrscheinlich. Eine transatlantische multilaterale Energie- und Klimapartnerschaft könnte dann wirtschaftliche Chancen eröffnen und die internationale Energiesicherheitssituation verbessern.
von Alexander Skiba
Veröffentlicht am 25. März 2008.
Selten hat ein amerikanischer Präsidentschaftswahlkampf so starke Aufmerksamkeit auch außerhalb der Vereinigten Staaten erhalten wie das diesjährige Rennen um die Nachfolge von George W. Bush. Alexander Skiba analysiert in einem Beitrag für die Zeitschrift Einsichten und Perspektiven der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit den US-Wahlkampf und seine Bedeutung für Deutschland und Europa. Ein Neuanfang in den transatlantischen Beziehungen, so Skiba, kann nur gelingen, wenn die Europäer als ernstzunehmender Partner der USA auftreten. Dann können sie auch ihre eigenen Interessen besser durchsetzen, zum Beispiel im Bereich Klimaschutz.
von Simon Koschut
Veröffentlicht am 03. März 2008.
Die Debatte über Geheimgefängnisse und CIA-Flüge im Rahmen sogenannter "Extraordinary Renditions" stellt die transatlantische Kooperation vor neue Herausforderungen. Die Bush Administration verteidigt die Vorgehensweise als notwendiges Instrument zur Terrorbekämpfung. Die Bundesregierung betont dagegen die Notwendigkeit zur Einhaltung der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Vorwürfe auf beiden Seiten des Atlantiks gefährden dabei das gemeinsame Verständnis über transatlantische Werte im allgemeinen und die transatlantische Geheimdienstkooperation im besonderen. Unterschiedliche Bedrohungswahrnehmungen und der politische Diskurs über die Praxis der Renditions entwickeln sich zunehmend zu einer Belastung für die transatlantische Antiterrorkooperation.
von Henning Riecke und Simon Koschut
Veröffentlicht am 03. März 2008.
Unter den Verbündeten ist es mittlerweile unstrittig, dass die NATO global agieren soll. Doch die Krise um die Lastenteilung in Afghanistan zeigt: Mit der Handlungsfähigkeit ist es nicht allzu weit her. Befürwortern einer weltweit operierenden NATO wie den USA kommt es daher entgegen, dass sich eine Reihe demokratischer Staaten auch außerhalb des Bündnisses an gemeinsamen Operationen beteiligt. Washington will solche globalen, privilegierten Partnerschaften zu einer neuen Säule der NATO machen.
von Josef Braml
Veröffentlicht am 28. Januar 2008.
In feierlichen Ansprachen wird häufig die "Transatlantische Wertegemeinschaft" bemüht: Nach dem Ende des Ost-West-Gegensatzes gebe es zwar mehr unterschiedliche Interessen, doch könne man sich auf "gemeinsame Werte" berufen, die das Fundament der Verständigung bilden.