USA / Transatlantische Beziehungen

Seit dem Amtsantritt der Bush Administration und den Terroranschlägen des 11. September sind die strukturellen Differenzen im transatlantischen Verhältnis in Hinblick auf Bedrohungswahrnehmung, strategische und geopolitische Perspektiven sowie beim Einsatz militärischer Gewalt deutlicher hervorgetreten. Gleichzeitig hat der Irakkrieg gezeigt, dass die transatlantische Solidarität nicht mehr die automatische Konsequenz gemeinsamer Bedrohungen ist, sondern das Ergebnis einer bewussten Entscheidung zwischen konkurrierenden außenpolitischen Alternativen.

Umso entscheidender ist damit der transatlantische Dialog zwischen den politischen Eliten auf beiden Seiten des Atlantiks, um die transatlantische Zusammenarbeit als eine »partnership of choice« zu verankern und den transatlantischen Dialog auf eine breite Grundlage zu stellen. Ziel des Programms USA/Transatlantische Beziehungen ist die Stärkung des strategischen Dialogs zwischen Berlin und Washington. Die Veranstaltungen dienen der kritischen Vermittlung der außenpolitischen Diskussionen in den USA als wichtigsten globalen Akteur. Schwerpunkt der Arbeit ist die Analyse von Politikfeldern, auf denen eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA notwendig ist. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf strategischen Trends, die in der deutschen Öffentlichkeit bisher nicht genügend Aufmerksamkeit gefunden haben, in Washington aber bereits diskutiert werden.

Im kommenden Jahr richtet sich das Hauptaugenmerk des Programms auf aktuelle und zukünftige Konfliktpotentiale in den transatlantischen Beziehungen: die Stabilisierung des Nahen und Mittleren Osten, den Aufstieg Indiens und Chinas, den Umgang mit Russland sowie Handels- und Investitionsströme zwischen Asien und dem Mittleren Osten. Außerdem geplant ist ein Ausblick auf die anstehenden Vorwahlen in den USA und eine inhaltliche Begleitung des Präsidentschaftswahlkampf 2008. Die Arbeit in den einzelnen Themenfeldern folgt den Prinzipien Nachhaltigkeit, Policy Impact und öffentliche Wirkung.