Kann Europa seine Selbstverpflichtung in der Energie- und Klimapolitik einhalten? Beim Gipfel des EU-Rates im März gelang die ambitionierte Verknüpfung der beiden Politikbereiche, doch stehen nun schwierige Abstimmungen über die Verteilung der Lasten an. Unter dem Vorsitz von Dr. Reinhard Loske MdB diskutierte die Studiengruppe am 26. März 2007 über die Konsequenzen der jüngsten Ratsbeschlüsse.
Rebecca Harms, MdEP und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europarlament, begrüßte die EU-Strategie und kritisierte einzelne Elemente. Dr. Alfred Tacke, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, zeigte sich skeptisch über die Emissionsziele der EU und kritisierte die ökonomischen und politischen Risiken bei der CO2-Abscheidung. Dr. Artur Runge-Metzger, Leiter der Einheit Klimaschutzstrategie der Europäischen Kommission, verteidigte den EU-Ansatz und diskutierte eine Reihe von Einzelmaßnahmen.
Die Diskussion kreiste um die technologischen Entwicklungsmöglichkeiten, die notwendigen gesellschaftlichen Anpassungen an ein neues Energieparadigma und die Einflussmöglichkeiten der EU auf die großen Industrie- und Schwellenländer.
Studiengruppensitzungen sind vertraulich. Teilnahme ist nur auf Einladung möglich. Wissenschaftlicher Referent der Gruppe ist Dr. Henning Riecke.