von Henning Riecke
Veröffentlicht am 08. Oktober 2008.
in: DGAPaktuell, Nr. 6 2008, 4 S., ISSN 1866-9190
Die Bundeswehr beteiligt sich in Afghanistan an der NATO-Sicherheitstruppe ISAF. Die Mission ermöglicht den zivilen Aufbau, stößt aber auch auf immer heftigeren Widerstand. Kann die NATOMission ihre ehrgeizigen Ziele überhaupt noch erreichen? Fünf hochrangige Vertreter aus Regierung, Opposition und NATO waren sich bei einer DGAP-Podiumsdiskussion im September 2009 einig, dass das Engagement in Afghanistan sinnvoll ist. Die Operation kann aber nicht weitergehen wie bisher: Zivile und militärische Elemente müssen besser in Einklang gebracht werden, um ISAF zum Erfolg zu führen. Defizite beim Staatsaufbau, Korruption und Drogenhandel, mangelhafte Koordinierung unter den beteiligten Akteuren und Organisationen sowie ein schleppender Aufbau der nationalen Polizei sind die schwerwiegendsten Probleme bei der Stabilisierung Afghanistans. Ihre Lösung ist die Voraussetzung dafür, dass die Afghanen das Schicksal ihres Landes selbst in die Hand nehmen können.