„Dank des Diplomatenkollegs haben wir im Kleinen das vollbracht, wofür die Politik noch Jahre, ja vielleicht sogar Jahrzehnte brauchen wird – wir haben das Europa von morgen, von Litauen, Polen, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Albanien über die Türkei bis hin nach Moldau, Belarus und Aserbaidschan bereits gelebt“, so das Fazit von Terezija Prskalo, einer von zwölf Kollegiatinnen und Kollegiaten des ersten Diplomatenkollegs.
Diese neue Initiative der Internationalen Diplomatenausbildung der Akademie Auswärtiger Dienst und der Robert Bosch Stiftung, die mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) durchgeführt wird, hatte den Kollegiatinnen und Kollegiaten die Möglichkeit gegeben, zum einen Deutschland und zum anderen sich gegenseitig besser kennen zu lernen.
Dass dieses Unterfangen ein voller Erfolg geworden ist, wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Ministerialdirigentin Lieselore Cyrus, Leiterin der Zentralabteilung des Auswärtigen Amts, Dr. Joachim Rogall, Bereichsleiter der Robert Bosch Stiftung und Prof. Dr. Eberhard Sandschneider, Otto Wolff-Direktor des Forschungsinstituts der DGAP sowie drei Absolventinnen und Absolventen des ersten Kollegs deutlich.
Auch die Festrednerin Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, gab ihrer Hoffnung auf ein noch intensiveres Zusammenwachsen der Staaten Ost- und Westeuropas Ausdruck, vor allem im Hinblick auf eine gemeinsame Aufarbeitung der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Das Diplomatenkolleg, da waren sich alle Anwesenden einig, trägt zu dieser Entwicklung in jedem Falle bei.