Diplomatenkolleg: Auf den Spuren der Stasi

Donnerstag 19. April 09:00 - 18:00

Das 2. Diplomatenkolleg beschäftigte sich am 19. April 2007 mit dem Thema Aufarbeitung, Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik in Deutschland. Der Tag begann in der ehemaligen Zentrale des MfS, heute Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Birgit Salamon, Leiterin des Archivs der Birthler-Behörde, zeigte den Kollegiatinnen und Kollegiaten, wie die Unterlagen bewahrt und ihre Inhalte gesichtet und zugänglich gemacht werden. Im Anschluss stellten Herbert Ziehm, stellvertretender Abteilungsleiter Auskunftsersuchen und Dr. Gabriele Camphausen, Fachbereichsleiterin für Politische Bildung die Verfahren der Akteneinsicht sowie die politische Bildungsarbeit der Birthler-Behörde vor.

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Es folgte der Besuch des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst, dem historischen Ort der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945. Im Gespräch mit der Museumsdirektorin Dr. Kristiane Janeke ging es vor allem um die deutsch-russische Zusammenarbeit bei der Konzeption des Museums und der Ausstellungen.

Mit dem Geschäftsführenden Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, sowie mit dem Gedenkstättenreferenten Thomas Lutz sprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer abschließend über Konzepte des Erinnerns in Deutschland und diskutierten deren Stellung im europäischen und globalen Rahmen. Der Kollegtag endete mit einer Führung durch die Ausstellung.