Wie werden Korruptionsbekämpfungsstrategien internationaler Organisationen von nationalen Akteuren in Georgien kreativ uminterpretiert? Wie konstituiert sich das Memelgebiet visuell? Wie gestalten sich interregionale Kontakte in Russland und bilden sie eine tragfähige Ergänzung zum Fokus auf die neuerliche vertikale Machtkonzentration zugunsten des Kreml? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die sechs Doktoranden des zweiten Jahrgangs des interdisziplinären Promotionskollegs an der DGAP.
Die Kollegiaten promovieren an deutschen Universitäten, halten sie sich aber für Feldforschung und Lehre in Mittel- bzw. Osteuropa auf. Dreimal im Jahr kommen sie für Seminare und Fortbildungen zusammen. Während des dreitägigen Frühjahrsseminars in Berlin präsentierten die Stipendiaten den aktuellen Arbeitsstand ihrer Forschungsprojekte in Mittel- und Osteuropa.
Derzeit bearbeiten insgesamt zwölf Stipendiaten im Promotionskolleg der Robert Bosch Stiftung aus je unterschiedlicher Perspektive das Rahmenthema „Mittel- und Osteuropa auf dem Weg ins 21. Jahrhundert: Voraussetzungen, Perspektiven und Strategien“. Das Thema ist mehrdimensional angelegt und wird in vielfältiger Weise von den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen interpretiert, bietet aber dennoch ausreichend Anknüpfungspunkte für eine fächerübergreifende Diskussion.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Promotionskollegs.