Seine Exkursion nach Nordrhein-Westfalen begann das 3. Diplomatenkolleg mit einem Besuch beim Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. Minister Armin Laschet erläuterte der Gruppe die Bemühungen seines Hauses im Bereich Integration. Beim anschließenden Mittagessen mit Staatssekretär Michael Mertes in der Staatskanzlei wurde die Politik des Landes im Bund und in Europa, aber auch kommunalpolitische Themen diskutiert.
Letztere konnten bei einem Besuch in der Stadt Langenfeld vertieft werden. Die Stadt ist 2007 als Kommune des Jahres ausgezeichnet worden. Bürgermeister Magnus Staehler erläuterte der Gruppe, wie es seine Kommune schaffen wird, noch in diesem Jahr schuldenfrei zu werden. Am frühen Abend traf das Diplomatenkolleg im Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung zu einem Gespräch mit Dr. Roland Döhrn, Leiter des Kompetenzbereichs „Wachstum und Konjunktur“ zusammen. Er ist an der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute beteiligt, und erläuterte die Empfehlungen an die Bundesregierung im einen Tag zuvor erschienenen Frühjahrsgutachten.
Am Samstag waren Kulturförderung und Strukturwandel die zentralen Themen. Nach einem Treffen mit Steffen Bruendel, Bereichsleiter Wissenschaftsförderung und Internationale Programme der E.ON Ruhrgas AG, waren die Diplomatinnen und Diplomaten bei der RUHR.2010 zu Gast. Prof. Hanns-Dietrich Schmidt, zuständig für internationale Kontakte, und Jürgen Fischer, zuständig für Programmkoordination, zeichneten den Weg der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas nach und gaben einen Überblick über die geplanten Projekte. Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch der Zeche Zollverein. Gemeinsam mit Jolanta Nölle, Mitglied des Vorstands der Stiftung Zollverein, und Hans-Jürgen Best, Geschäftsbereichsvorstand Planen des Bau- und Planungsdezernats der Stadt Essen, nahm die Gruppe an einer Führung teil, und besichtigte die Transformation des ehemaligen Industriegeländes zum Weltkulturerbe und beliebten Veranstaltungsort.