Vom 5. bis 9. März 2008 fand an der DGAP und im Bildungszentrum Erkner das zweite Treffen des Forums ‚Einheit Europa’ statt. 20 Nachwuchsführungskräfte und -wissen-schaftler aus Ländern beiderseits der östlichen EU-Außengrenze diskutierten in interdisziplinären Arbeitsgruppen Zukunftsperspektiven für eine EU, die alte und neue Mitglieder, östliche Nachbarstaaten und die Russische Föderation nicht gegeneinander ausspielt, sondern als unverzichtbare Partner begreift. Das Forum wurde im Oktober 2007 mit einer Auftaktveranstaltung in Kaliningrad eröffnet.
Ziel des zweijährigen Forums ist es, durch einen zukunftsorientierten und offenen Dialog einer Verhärtung der EU-Ostgrenze entgegen zu wirken. Dabei unterscheidet sich das Format der Veranstaltung von dem „üblicher“ Konferenzen und Tagungen: 20 ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln in vier Arbeitsphasen zwischen Oktober 2007 und März 2009 Zukunftsperspektiven und Handlungsstrategien für ein einheitliches Europa.
Die das Forum tragenden Teilnehmer selbst sind junge Nachwuchskräfte und -wissenschaftler aus Mittel- und Osteuropa; sie kommen aus Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Georgien, Moldau, Polen, Rumänien, Russland, der Ukraine, Ungarn und Weißrussland. Sie arbeiten in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Medien, sind Sozial-, Geistes-, Kultur-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler. Das Rahmenthema nehmen sie aus vier Perspektiven in den Blick: Identität, Sicherheit, Wohlstand sowie Transformation. Entsprechend legen vier Arbeitsgruppen am Ende des Prozesses Handlungsempfehlungen vor, die sich an Entscheidungsträger in Verwaltung, Wirtschaft und Politik richten. Somit agiert das Forum praxisorientiert und liefert neue Impulse für eine echte europäische Nachbarschaftspolitik.
Das durch die VolkswagenStiftung geförderte Forum ‚Einheit Europa’ - Gemeinsame Wege in eine EUropäische Zukunft?! wird vom Zentrum für Mittel- und Osteuropa der Robert Bosch Stiftung an der DGAP durchgeführt.