Am 30. Mai 2008 fand von 18:30 bis 21.00 Uhr in der Akademie der Künste in Berlin eine Podiumsdiskussion unter dem Thema „Von Prag nach Berlin – Europäische Dimensionen der Ereignisse des Jahres 1968“ statt.
Veranstaltet vom Deutsch-Tschechischen Gesprächsforum, stand die Podiumsdiskussion im Kontext des 40. Jahrestages des Prager Frühlings, den der Beirat des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken möchte.
Inhaltlich eingeleitet wurde die Veranstaltung durch den Botschafter der Tschechischen Republik, S.E. Dr. Rudolf Jindrák und den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier.
Im Anschluss daran diskutierten hochkarätige Zeitzeugen aus Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik und Deutschland, welche Folgen die Ereignisse des Prager Frühlings in den jeweiligen Ländern hatten. Auf dem Podium saßen: Jiří Dienstbier, Jiří Gruša, Lionel Jospin, Adam Michnik, Oskar Negt und Friedrich Schorlemmer. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Perzeption der politischen und gesellschaftlichen Dimension des Prager Frühlings in den jeweiligen Ländern beträchtlich divergierte, und dass bis heute zahlreiche unterschiedliche Ansichten über die Auswirkungen vorherrschen. Die Referenten stellten die einzelnen landesspezifischen Positionen dank zahlreicher persönlicher Erfahrungen eindrucksvoll dar.