Sechs Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blicken Deutsche und Tschechen auf negative wie positive Erfahrungen zurück. Die Jahreskonferenz des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums 2005, die am 26. und 27. November 2005 in Berlin stattgefunden hat, widmete sich deshalb dem Thema
»Deutsche und Tschechen im Jahr 2005: Was bedeuten 60 Jahre Frieden und Integration in Europa für die gegenseitigen Beziehungen?«
Eröffnet wurde die Jahreskonferenz durch die Außenminister Tschechiens und Deutschlands, Cyril Svoboda und Frank-Walter Steinmeier, die bei diesem Anlass zu einem bilateralen Gespräch zusammentrafen.
Die Konferenz gliederte sich in drei Panels. Die ersten beiden Panels fanden am 26.11.05. von 14.00-18.00 Uhr im Auswärtigen Amt statt. Im ersten Panel ging es um eine Analyse der europäischen Dimension der deutsch-tschechischen Geschichte seit 1945. Dabei wurden auch die Ergebnisse der Deutsch-Tschechischen Historikerkommission und der Gemeinsamen Schulbuchkommission einbezogen. Im zweiten Panel haben deutsche und tschechische Zeitzeugen, die gegen Diktatur und Unterdrückung Widerstand geleistet haben, über die Motive ihres Handels gesprochen. In einem dritten Teil, der am 27.11.05 in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung stattfand, kamen Vertreter verschiedener Organisationen und Initiativen zu Wort, die sich mit zivilgesellschaftlicher Projektarbeit um die deutsch-tschechische Verständigung bemühen. Dieses dritte Panel, in dessen Rahmen ein Projektforum mit Präsentationsständen stattfand, war auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Jahreskonferenz 2005 wurde von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) konzipiert und organisiert.