Das Forum

Wie verhärtet ist die EU-Ostgrenze?

Mit der Etablierung der neuen EU-Außengrenze im Mai 2004 ist mitten in Europa ein Spannungsverhältnis zwischen EU-Neumitgliedern und den Zielländern einer Europäischen Nachbarschaftspolitik entstanden. Die aktuelle Ostpolitik der EU sieht kurz- bis mittelfristig keine Beitrittsperspektive für die neuen Anrainerstaaten Weißrussland, Ukraine, Moldau sowie für die Staaten des Südkaukasus vor – die EU scheint an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit zur Erhaltung von Wohlstand und Sicherheit in Europa gestoßen. Diese Entwicklung birgt die Gefahr einer Verhärtung der EU-Ostgrenze.

Das vierteilige „Forum ‚Einheit Europa’ – Gemeinsame Wege in eine EUropäische Zukunft?!“ thematisiert diese Situation. Kern des Forums ist es, sowohl länderübergreifende und interdisziplinär angelegte Diskussionen und Forschungen zum Thema östliche EU-Außengrenzen anzustoßen als auch den zukunftsorientierten und offenen Dialog zwischen Europäern beiderseits der EU-Grenze zu unterstützen.

Die das Forum tragenden Teilnehmer selbst sind junge Nachwuchskräfte und -wissenschaftler aus Mittel- und Osteuropa; sie kommen aus Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Georgien, Moldau, Polen, Rumänien, Russland, der Ukraine, Ungarn und Weißrussland. Sie arbeiten in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Medien, sind Sozial-, Geistes-, Kultur-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler. Das Rahmenthema nehmen sie aus vier Perspektiven in den Blick: Identität, Sicherheit, Wohlstand sowie Transformation. Entsprechend legen vier Arbeitsgruppen am Ende des Prozesses Handlungsempfehlungen vor, die sich an Entscheidungsträger in Verwaltung, Wirtschaft und Politik richten. Somit agiert das Forum praxisorientiert und liefert neue Impulse für eine echte europäische Nachbarschaftspolitik.

Grenze

Polnisch-Ukrainische Grenze, Biesszady, Foto: Peter Koller, n-ost

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Litauisch-Russische Grenze, Sovetsk (Tilsit), Foto: Andreas Metz, n-ost