Die zweite Sitzung des Gesprächskreises Frankreich / deutsch-französische Beziehungen zur französischen EU-Ratspräsidentschaft widmete sich der Afrikapolitik Frankreichs und der Europäischen Union. Mehrere Politikfelder, die während der EU-Präsidentschaft eine wichtige Rolle spielen werden, haben unmittelbar afrikapolitische Implikationen. Dies beginnt beim Schwerpunktthema Immigration und reicht über die Energiepolitik bis zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Der afrikapolitische Berater des französischen Präsidenten Sarkozy, Bruno Joubert, unterstrich, dass die Afrikapolitik zwar eine Priorität französischer Außenpolitik bleiben werde. Zugleich werde sie aber den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen, wie etwa der neuen Generation des politischen Führungspersonals in vielen afrikanischen Staaten, die sich künftig verstärkt an anderen Regionen der Welt und nicht mehr vorrangig an Europa orientieren werde. Auf die Aufzählung verschiedener neuer Ansätze französischer Afrikapolitik antworteten Brunhilde Irber, MdB, sowie Andreas Mehler, Direktor des GIGA Instituts für Afrika-Studien in Hamburg. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt.