Am 19. Februar 2008 fand im Deutschen Bundestag das zweite Deutsch-französische Parlamentarierforum zum Thema »Arbeitsmarkt- und Einkommenspolitik – Wandel der Strategie in Frankreich?« statt.
Das Forum wird vom Programm Frankreich/deutsch-französische Beziehungen der DGAP in Zusammenarbeit mit dem deutsch-französischen Forschungsinstitut Centre Marc Bloch durchgeführt. Es richtet sich an die Mitglieder des Bundestags und deren Mitarbeiter. Auf den Veranstaltungen, die einmal pro Jahr stattfinden, sprechen französische Referenten aus Wissenschaft und/oder Praxis zu aktuellen Themen der politischen Agenda in Deutschland. Den Abgeordneten soll Gelegenheit gegeben werden, sich über die französische Politik im selben Themenbereich zu informieren und die eigenen Erfahrungen und Positionen mit den Referenten zu diskutieren.
Thema der zweiten Veranstaltung war die Arbeitsmarktpolitik. Im Mittelpunkt der Debatte standen Fragen wie Mindestlohn und Kombilohn, Jugendarbeitslosigkeit und der Zusammenhang von Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik. Frankreich hat mit Instrumenten wie etwa dem Mindestlohn, der dort in den fünfziger Jahren eingeführt wurde, sehr viel Erfahrung, so dass es auch zahlreiche Untersuchungen über dessen arbeitsmarktpolitische Auswirkungen gibt. Referenten waren Dr. Olivier Giraud, CNRS-Forscher am Centre Marc Bloch, und Dr. Arnaud Lechevalier, Universität Paris I Panthéon-Sorbonne. Den Vorsitz führte Dr. Martin Koopmann.
Das Parlamentarierforum wird in enger Abstimmung mit der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe durchgeführt.