Pressepolitik nach Gutsherrenart: Sarkozy und die Medien

von Michael Kläsgen
Veröffentlicht am 04. September 2008.
in: DGAPanalyse Frankreich, Nr. 6/2008, 12 S., ISSN 1865-701X

Drei Faktoren kennzeichnen das Verhältnis zwischen Nicolas Sarkozy und den Medien. Erstens versucht er das französische Presserecht zu nutzen, das die Herausbildung eines Journalismus fördert, der sich weithin an der Regierungsmeinung orientiert, um seine eigene Position zu stärken. Das dadurch noch verstärkte Spannungsverhältnis zwischen Sarkozy-freundlichen und oppositionellen Medien wird, zweitens, aufgrund seines persönlichen Auftretens, seiner bisweilen provozierenden Wortwahl und seiner polarisierenden Reformpolitik weiter fortbestehen. Die chronische Finanzschwäche der französischen Medien schwächt, drittens, die Unabhängigkeit und Qualität der Berichterstattung.

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