Deutsch-französischer Zukunftsdialog

 

Der erfolgreiche deutsch-französische Versöhnungsprozess hat zu einem scheinbar paradoxen Ergebnis geführt: Insbesondere der jüngeren Generation ist die Notwendigkeit einer besonderen Pflege der bilateralen Beziehungen immer schwerer zu vermitteln. Zugleich ist jedoch das Kapital, das Deutschland und Frankreich im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte im politischen wie auch gesellschaftlichen Bereich aufgebaut haben, auch im Europa des 21. Jahrhunderts unverzichtbar. Für den deutsch-französischen Acquis gibt es keine Bestandsgarantie – er muss aktiv gepflegt und ausgebaut werden. Aus diesem Grund möchten DGAP und Ifri in Zusammenarbeit und mit Förderung der Robert Bosch Stiftung den bilateralen Dialog zwischen Deutschland und Frankreich neu beleben und insbesondere den Austausch zwischen den jungen Generationen beider Länder fördern. Dazu haben sie im Jahr 2007 den „Deutsch-französischen Zukunftsdialog“ zur Förderung junger Nachwuchsführungskräfte ins Leben gerufen.

Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines aktiven deutsch-französischen Netzwerks junger Nachwuchsführungskräfte. Berufseinsteigern, Doktoranden und Hochschulabsolventen eines Projektjahrgangs soll Gelegenheit gegeben werden, im Austausch mit Experten neue Lösungsansätze für aktuelle Fragen deutscher, französischer und europäischer Politik zu diskutieren. Mit dem Netzwerk soll ein Forum entstehen, das den Entscheidern von morgen dauerhaft zur Verfügung steht und durch eine aktive Alumniarbeit gepflegt wird.