Schwerpunkt des 1989 eingerichteten Programms Frankreich / deutsch-französische Beziehungen ist die laufende Analyse der bilateralen Beziehungen beider Länder, ihrer Funktion im europapolitischen Kontext und der französischen Außenpolitik. Neben den regelmäßigen Expertentreffen des Ständigen Gesprächskreises Frankreich / deutsch-französische Beziehungen werden Tagungen und informelle Diskussionsrunden organisiert. Durch Publikationen sowie Hintergrundgespräche und Interviews mit Medienvertretern werden die Arbeitsergebnisse auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Vorrangiges Ziel der Programmarbeit ist es, sowohl in Frankreich als auch in Deutschland die bilateralen und europapolitischen Interessen des Partnerlandes zu erklären und das Verständnis für die jeweiligen außenpolitischen Traditionen und Leitmotive zu vertiefen. Darüber hinaus geht es darum, Optionen und mögliche Handlungsfelder deutsch-französischer Kooperation in der EU-27 zu identifizieren. Dazu gehört auch die Analyse der Wahrnehmung des bilateralen »Motors« durch Dritte – in Europa ebenso wie jenseits des Atlantiks.
Die DGAP und das Institut français des relations internationales (Ifri) haben im Jahr 2007 den »Deutsch-französischen Zukunftsdialog« zur Förderung junger Nachwuchsführungskräfte ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts steht der Aufbau eines deutsch-französischen Netzwerks, bestehend aus jungen Berufseinsteigern, Doktoranden und Hochschulabsolventen, die durch ihre Arbeit oder ihr Studium einen besonderen Bezug zum Nachbarland entwickelt haben.
Mehrmals im Jahr tagt der Ständige Gesprächskreis Frankreich / deutsch-französische Beziehungen, dem etwa 180 Persönlichkeiten aus Politik, Ministerien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien angehören. Der Gesprächskreis tritt seit dem 1. Januar 2003 unter dem Vorsitz von Dr. Andreas Schockenhoff (MdB, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Deutsch-französischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag) zusammen.
Alle zwei Monate erscheint die im Rahmen des Frankreich-Programms erstellte Chronologie zu den deutsch-französischen Beziehungen sowie politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in Frankreich in der Zeitschrift Dokumente. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog.