von John C. Hulsman
Veröffentlicht am 08. September 2008.
in: DGAPstandpunkt Washington Briefing 13/2008, 4 S., ISSN 1864-3477
Like the Tin Man, Lion, and Scarecrow from the glorious 1939 movie, both Barack Obama and John McCain began their conventions missing something vital. The standard playbook for American presidential elections is that candidates should move to the extremes (the left for the Democrats, the right for the Republicans) during the primaries, before gravitating toward the political center during the general election campaign, in the hopes of winning over the elusive independent voters who traditionally decide the contest.
Barack Obama und John McCain gelang es erst auf der Zielgeraden zur offiziellen Nominierung, die Unterstützung
der Basis ihrer Parteien zu gewinnen. Obama konnte durch den öffentlichen Friedensschluss mit der
Clinton-Familie und einer erstklassigen Rede auf dem Parteikonvent überzeugen. McCain überraschte mit der
Vorstellung seiner Vizekandidatin: Sarah Palin ist das Idealbild einer sozialkonservativen Frau, die im Kampf
gegen Korruption und Filz in Alaska ähnlich wie McCain den Ruf einer durchsetzungsstarken und bodenständigen
Politikerin erworben hat. Bei den unabhängigen Wählern wird Palin hingegen kaum überzeugen. Und ihre
außenpolitischen Qualifikationen lassen viele Wünsche offen.