von Jan Techau
Veröffentlicht am 18. September 2008.
in: Radio Free Europe / Radio Liberty
In einem Kommentar für Radio Free Europe / Radio Liberty beleuchtet Jan Techau die europäischen Aspekte der Georgienkrise. Die Tatsache, dass Europa als ganzem keinerlei kurzfristige Mittel zur Einwirkung auf das russische Verhalten zur Verfügung stehen, ist für Techau bedeutsamer als die Trennung nach „neuem“ und „altem“ Europa. Die Europäer seinen in Ohmacht vereint – und mit ihnen die Amerikaner. Doch weder das zaghafte Aussitzen der Europäer noch der aggressive Wertemissionarismus der Amerikaner gegenüber Russland biete einen Ausweg aus der Ohnmachtsfalle. Nun sei es an der Zeit, auf der Basis der nun klarer werdenden gemeinsamen Interessen eine gemeinsame langfristige Linie gegenüber Russland zu definieren.
In a comment for Radio Free Europa / Radio Liberty, Jan Techau put emphasis on the European aspects in the Georgia crisis. For him, the old division between “old” and “new” Europe is less relevant than the fact that Europe as a whole lacks the means to influence Russian behaviour. Europe is united in powerless – and so are the United States. Neither the half-hearted softness of the EU nor aggressive American neo-conservatism offer a way out of the dilemma. It is now the time to assess the common interests (which have become more visible through the war) and devise a long-term strategy to pursue them.