Wie sicher ist unsere Energieversorgung in der Zukunft?

Mittwoch 27. Juni 18:30 - 20:30
Ort: DGAPforum München

Am 27. Juni 2007 fand in den Räumen unseres Förderers, der E.ON Energie AG, die dritte Veranstaltung des DGAPforum München statt. Dr. Frank Umbach, DGAP-Programmleiter, und Dr. Klaus-Dieter Maubach, Vorsitzender des Vorstands der E.ON Energie AG, sprachen zum Thema »Wie sicher ist unsere Energieversorgung in der Zukunft?«.
Rund 60 Mitglieder, Förderer und Gäste aus dem Raum München fanden sich im eindrucksvollen Lichthof der E.ON Energie Unternehmenszentrale ein und beteiligten sich aktiv an der Diskussion im Anschluss an die Experten-Vorträge.

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Beide Referenten stimmten darüber überein, dass bis zum Jahr 2030 fossile Brennstoffe die primäre Energiequelle bleiben werden. Erneuerbare Energieträger werden erst danach eine größere Rolle spielen.

Dr. Frank Umbach führte aus, dass 90% der weltweiten Ölreserven und über 40% der Gasvorkommen in der Region »Greater Middle East« zu finden sind. Die Abhängigkeit Europas von Energieimporten aus dieser Region wird sich daher weiter verstärken. Dies birgt eine Reihe von Risiken, so z.B. durch die Verwundbarkeit der Transportwege und unstabile Regierungen. Umbach verwies daher auf die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Energieaußenpolitik, die nicht nur die Rahmenbedingungen der Beziehungen zu energieexportierenden Ländern regeln sollte, sondern auch Mechanismen zur Koordination von Energienotfällen beinhalten müsste. Umbach setzt zudem auf eine weitere Diversifizierung des europäischen Energiemixes und auf die Nutzung von Atomkraft und »sauberer Kohle«.

Dr. Klaus-Dieter Maubach wies darauf hin, dass bis zum Jahr 2030 der weltweite Energieverbrauch um mehr als 50% steigen wird, der Gasverbrauch sich sogar verdoppeln wird. Die Energieversorger werden angesichts des Klimawandels vor neue Herausforderungen gestellt. E.ON, als weltgrößter privater Energieversorger, ist sich seiner Verantwortung bewusst und will die Förderung von Gas in Russland und aus der Nordsee um 15-20% erhöhen. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit Gazprom weiter ausgebaut und so langfristige Bezüge gesichert. Maubach unterstrich das Engagement von E.ON bei der Entwicklung neuer Technologien: Kohlekraftwerke mit 50% Wirkungsgrad, CO2-Abtrennung und Speicherung, Windenergie und Biogas-Aufbereitung.

Die Vollständige Präsentation von Dr. Frank Umbach und Dr. Klaus-Dieter Maubach können Mitglieder der DGAP im Mitgliederbereich der DGAP-Website herunterladen.