Bahrain: Demokratie und Toleranz in der Golfregion

Donnerstag 21. Januar 18:00 - 19:00
Ort: DGAP, Berlin

Die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau, ein freies Schul- und Gesundheitswesen sowie die von der Verfassung garantierte Presse-, Rede- und Religionsfreiheit sind wesentliche Gründe für die Vorreiterrolle Bahrains in der arabischen Welt. Der an der östlichen Küste Saudi Arabiens gelegene Inselstaat habe in den letzten Jahren einen tief greifenden Prozess der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Liberalisierung durchlaufen. In diesem Zusammenhang seien insbesondere die zunehmende Demokratisierung, der anhaltende Erfolg der bahrainschen Wirtschaft und die wachsende religiöse Toleranz innerhalb der Gesellschaft zu benennen. Dies waren die wichtigsten Punkte des Vortrags von Alice Thomas Samaan, stellvertretende Präsidentin des bahrainschen Parlaments, den sie am 21. Januar in der DGAP gehalten hat.

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Frau Samaan erklärte, dass die vergleichsweise liberale Verfassung des Landes die Grundlage für die positiven Entwicklungen der letzten Jahre ist. Die Einführung eines Zweikammerparlaments und rechtsstaatlicher Strukturen sowie der Aufbau eines Sozialwesens seien besonders wichtig gewesen. Darauf basierend, habe sich vor allem die Situation der Frauen verbessert. So gebe es heute in Bahrain Ministerinnen, Botschafterinnen und Geschäftsführerinnen bedeutender Betriebe. Ebenfalls betonte Frau Samaan, dass die religiöse Toleranz im Gegensatz zu anderen arabischen Länder in Bahrain sehr hoch ist. Dies sei daran abzulesen, dass es viele Kirchen, hinduistische Tempel und eine Synagoge in dem Land gebe.

Darüber hinaus sagte Samaan, dass die gute wirtschaftliche Situation des Landes auf die moderne Infrastruktur und eine liberale Wirtschaftspolitik zurückzuführen ist. Kernpfeiler der Wirtschaft seien neben der Ölindustrie vor allem die in der Region führende bahrainsche Finanzindustrie und die engen wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten sowie zu Saudi Arabien.