Im Rahmen der Dialog- und Diskussionsreihe »Shell Energie-Dialog« hat die DGAP am 21. Februar 2008 in Hamburg gemeinsam mit Shell zur Veranstaltung »Globale Klima- und Energiepolitik – Eiszeit für Wirtschaft und Verbraucher?« eingeladen. Referent war Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Bernd Pfaffenbach ist zudem noch persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die G-8-Gipfel. Durch den Abend führte Dr. Wilm Herlyn, Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur.
In seinen einleitenden Worten umriss Kurt Döhmel, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Shell Holding GmbH, kurz die aktuellen Herausforderungen an die Energiewirtschaft: Klimaschutz und Versorgungssicherheit sind unter einen Hut zu bringen; gleichzeitig wird der Markt immer mehr von politischen Faktoren beeinflusst und hat mit steigenden Preisen zu kämpfen.
Bernd Pfaffenbach betonte in seinem Vortrag die große Bedeutung der gemeinsamen Anstrengung der verschiedenen Staaten beim Thema des Klimaschutzes: Es sollen nicht nur wenige Länder allein die Lasten tragen, wie zum Beispiel Deutschland, das zurzeit 75% der europaweiten CO2-Einsparungen leistet. Um dem Ziel eines internationalen Systems, das die Kosten und Ressourcen zum Schutz des Klimas gerecht verteilt zu erreichen müssen sich sowohl die großen Schwellenländer zu einer Beteiligung verpflichten als auch die Industriestaaten die zum Klimaschutz notwendige Technologie bereitstellen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre es, bis zum G-8-Gipfel 2008 auf Hokkaido umzusetzen, was in Heiligendamm beschlossen wurde und die großen Schwellenländer in das Klimaschutzprogramm mit einzubeziehen. Dadurch erhofft sich Bernd Pfaffenbach eine ausreichende Signalwirkung an China und die USA selbst auch weit reichende Verantwortung zu übernehmen und ihren Teil zum »burden sharing« beizutragen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Kurt Döhmel und Dr. Pfaffenbach auch noch Dr. Klaus von Dohnanyi, Präsidiumsmitglied der DGAP und früherer Hamburger Bürgermeister, teilnahm, ging es unter anderem auch um die Frage, wer in Deutschland die als immens eingeschätzten Kosten des Klimaschutzes zu tragen habe. Bernd Pfaffenbach betonte hierbei, dass sowohl auf Bund und Länder als auch auf die Gemeinden hohe Kosten zukommen werden. Doch es sei besser dies jetzt in Angriff zu nehmen; würde man bis 2020 warten stiegen die nötigen Ausgaben von jetzt 3% auf 10% des Bruttoinlandsproduktes.
Lesen Sie auch den Pressebericht von Thomas Frankenfeld im Hamburger Abendblatt über die Veranstaltung.
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