Am 2. März 2007 sprach der Ökonom, Direktor des Earth Institute und UN-Sonderberater Jeffrey D. Sachs auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und der Hertie School of Governance vor mehr als 400 Gästen zum Thema »Making the Most of the Heiligendamm G8 Summit«. Unter den Gästen waren hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und verschiedener Nichtregierungsorganisationen.
Sachs referierte in seinem Vortrag über die Schere zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern und verknüpfte entwicklungspolitische Probleme - in Hinblick auf den nächsten Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm - mit Forderungen an die Gruppe der 8 führenden Wirtschaftsnationen.
»Bei diesem Gipfel geht es um nichts weniger als um die Welt«, sagte der Ökonom Jeffrey Sachs am 2. März 2007 auf der Veranstaltung »Making the Most of the Heiligendamm G8 Summit«. Gemeinsam mit der Hertie School of Governance, hatte die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion geladen. Sachs sprach in den Räumen der Hertie School vor mehr als 400 Gästen.
Der ambitionierte Professor und Buchautor erwähnte fortlaufend die wichtige Rolle der führenden Industriestaaten. So nahm er seinen Vortag zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass die gemachten Versprechungen der G-8 an die Entwicklungsländer noch nicht erfüllt seien.
Der überbevölkerte Planet, der Gegensatz zwischen Arm und Reich und der Umgang mit dem Klimawandel, waren die Kernthemen des passionierten UN-Sonderberaters. Sachs gab praktische Beispiele, wie z.B. zur Malariabekämpfung, die bereits mit 1,5 Millionen Euro zu bewerkstelligen wäre. Mit diesem Geld könnten Betten in Afrika mit Moskitonetzen ausgestattet werden. »Der Betrag entspräche lediglich wenigen Arbeitsstunden des Pentagons, wenn wir das Verteidigungsbudget der USA herunter brechen würden«, so Jeffrey Sachs.
Der Vortrag zeichnete sich nicht nur durch detaillierte Beschreibungen der Verhältnisse aus, sondern beinhaltete auch Forderungen und Lösungsansätze. Der amerikanische Wissenschaftler erwähnte, der nächste Weltwirtschaftsgipfel müsse genutzt werden, um sich auf einen Rahmen für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls zu einigen. Aufgrund ihrer globalen Verantwortung solle die Gemeinschaft der Industrienationen einen Marktpreis für den Emissionshandel schaffen und die Forschungsaufgaben für energieeffiziente Technologien erhöhen. Immer wieder appellierte der Professor der Columbia-Universität, deren Earth-Institut er leitet, die Forderung nach Taten anstatt lediglich Versprechungen zu machen.
Nach seiner Rede beantwortete Jeffrey Sachs Fragen aus dem Publikum und unterstrich dabei die Notwendigkeit nach einer praktischen Politik der Industrienationen in Umwelt- und Entwicklungsfragen.
Weitere Informationen und eine Bildergalerie finden Sie unter:
http://www.hertie-school.org/en/5_events/ 2007/sachs_02032007.html
Jeffrey D. Sachs hat seine akademische Arbeit der Armutsbekämpfung gewidmet und tritt für die UN Millenium Development Goals ein. Im Jahr 2005 bezeichnete ihn das TIME Magazine als einen der einflussreichsten Personen auf diesem Gebiet.
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