Die DGAP veranstaltete im Hotel
Adlon zu Berlin am 25. April zusammen mit der „Yalta
European Strategy“ (YES) – einem vor zwei
Jahren gegründeten internationalen Netzwerk für
die Westorientierung der Ukraine – eine Konferenz mit
ukrainischen Abgeordneten verschiedener Parteien zum Thema
„Ukraine nach den Wahlen: Welchen Weg schlägt
die künftige Regierung ein“.
Vor einem Monat wählte die Ukraine ein neues Parlament. Gleichzeitig wandelte sich das Land von einer präsidialen zu einer parlamentarischen Republik um und rückte, was die Demokratisierung ihres politischen Systems angeht, näher an Westeuropa.
Doch das Wahlergebnis führte zu einer innenpolitischen Pattsituation. Die meisten Stimmen (32%) erhielt die „Partei der Regionen“ von Viktor Janukowitsch. Das demokratische Lager der beiden Sieger der „Orangenen Revolution“, Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, ist zersplittert. Timoschenkos Block erreichte 22%, Juschtschenkos Partei „Nascha Ukraina“ nur 14%.
Die DGAP veranstaltete im Hotel Adlon zu Berlin am 25. April zusammen mit der „Yalta European Strategy“ (YES) – einem vor zwei Jahren gegründeten internationalen Netzwerk für die Westorientierung der Ukraine – eine Konferenz mit ukrainischen Abgeordneten verschiedener Parteien zum Thema „Ukraine nach den Wahlen: Welchen Weg schlägt die künftige Regierung ein“.
Auf dem Podium diskutierte der Begründer von YES und Präsident des Konzerns Interpipe, Viktor Pintschuk, die ukrainischen Parlamentsabgeordneten Ksenia Ljapina von der Partei „Nascha Ukraine“ und Dmitro Wydrin vom „Block Julia Timoschenkos“, sowie der britische Abgeordnete Stephen Byers (Labour Partei) und der konservative portugiesische Abgeordnete Mario David.
Als Ergebnis der hervorragend besuchten Veranstaltung wäre festzustellen, dass zum gegenwärtigen Moment eine stabile Koalitionsregierung in der Ukraine aufgrund großer persönlicher, machtpolitischer Differenzen unter den wichtigsten Protagonisten nicht gebildet werden kann. Juschtschenko und Timoschenko unterscheiden sich kaum in ihrer liberalen Gesinnung, doch Juschtschenko fürchtet Timoschenkos Machtambitionen und will sie nicht zur Premierministerin ernennen. Timoschenko wiederum ist nicht bereit, in der künftigen Regierungskoalition die zweite Rolle zu spielen nachdem sie Juschtschenkos Partei bei den Wahlen überflügelt hat. Pintschuk sprach in seinem Ausführungen deshalb von der möglichen Gründung einer allumfassenden Großen Koalition aller Parteien. Dann wären Juschtschenko, Timoschenko und Janukowitsch alle in die politische Verantwortung eingebunden. Das Land wäre stabil. Doch die Vertreter der Parteien der „orangenen Koalition“ schlossen ein Zusammengehen mit Janukowitsch vorerst aus.
„Wir dürfen von Obama keine Wunder erwarten“
Expertenrunde analysiert den Wahlsieg von Barack Obama und seine Folgen für Europa
06.11.2008
Festnahme mutmaßlicher BND-Agenten im Kosovo
Interview mit Cornelius Adebahr
24.11.2008 | ZDF Heute/ZDF Heute Journal/AFP
Maghreb nicht oben auf der Agenda von Barack Obama
Interview mit Henning Riecke
19.11.2008 | Deutsche Welle TV
Russland und der Westen nach dem Georgien-Konflikt
Auf einer Kommandeurstagung der Bundeswehr am 25. November 2008 in Berlin sprach Stefan Meister über das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen nach dem Georgienkonflikt.
25.11.2008
Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen
Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
28.10.2008
Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
Abonnieren Sie unseren RSS-Feed