Altbundeskanzler Gerhard Schröder und der russische G-8 Sherpa und Wirtschaftsberater von Präsident Putin, Igor Schuwalow, waren der Einladung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und der von RIA Nowosti herausgegebenen Zeitschrift Russia Profile gefolgt und nahmen am Abend des 17. Januar 2007 an einer Podiumsdiskussion zum Thema „ Strategische Partnerschaft Deutschland-Russland. Übergabe der G-8-Präsidentschaft von Russland an Deutschland“ teil. Rund 800 Gäste und Dutzende internationale Pressevertreter verfolgten die symbolische „Schlüsselübergabe“ der G-8-Präsidentschaft.
Schröders Auftritt vor der DGAP war einer seiner ersten politischen Termine nach der verlorenen Bundestagswahl - entsprechend hoch waren die Erwartungen. Schröder enttäuschte die Zuhörer nicht und gab sich ganz staatsmännisch: Putins historische Leistung bestünde darin, Russland innen- wie außenpolitisch stabilisiert zu haben, sagte er nachdem er darauf hinwies, dass Russland in den 90er Jahren auf der Kippe zu einem „failed state“ stand.
Igor Schuwalow zeigte sich angesichts des großen Lobes durch Schröder hoch erfreut. Russland wolle ein zuverlässiger Partner Europas werden, sagte er und fügte hinzu, dass sich Russland auch als Teil Europas verstehe. Schuwalow äußerte aber auch deutliche Bedenken gegenüber der von der EU vorgelegten Energiecharta. In ihrer derzeitigen Form könne Russland die Charta nicht unterzeichnen, die Interessen der Produzenten müssen ebenfalls berücksichtigt werden, so Schuwalow.
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