Um die deutsch-tschechischen Beziehungen war es in der
jüngsten Vergangenheit nicht immer zum Besten
bestellt. Die Diskussion um die Beneš-Dekrete und
Entschädigungsforderungen der Sudetendeutschen
belasten das Verhältnis. Nun soll das Collegium
Bohemicum, ein Begegnungszentrum im tschechischen
Ústí nad Labem (auf deutsch: Aussig an der
Elbe), den Dialog zwischen beiden Ländern
befördern. Ziel ist unter anderem, die Geschichte der
Deutschen in Böhmen zu studieren, um Tschechen und
Deutsche auf diese Weise einander näher zu bringen.
Auf einer Diskussionsveranstaltung des
Mitteleuropa-Programms der DGAP am 17. März 2005 wurde
diese Einrichtung nun der deutschen Öffentlichkeit
vorgestellt.
Um die deutsch-tschechischen Beziehungen war es in der jüngsten Vergangenheit nicht immer zum Besten bestellt. Die Diskussion um die Beneš-Dekrete und Entschädigungsforderungen der Sudetendeutschen belasten das Verhältnis. Nun soll das Collegium Bohemicum, ein Begegnungszentrum im tschechischen Ústí nad Labem (auf deutsch: Aussig an der Elbe), den Dialog zwischen beiden Ländern befördern. Ziel ist unter anderem, die Geschichte der Deutschen in Böhmen zu studieren, um Tschechen und Deutsche auf diese Weise einander näher zu bringen. Auf einer Diskussionsveranstaltung des Mitteleuropa-Programms der DGAP am 17. März 2005 wurde diese Einrichtung nun der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.
Alexandr Vondra, ehemaliger stellvertretender Außenminister der Tschechischen Republik, wies darauf hin, dass Deutsche seit über 1000 Jahren in Böhmen lebten und für die Tschechen „das Fenster in die Welt“ waren. Dokumentationen und wissenschaftliche Analysen sollen diese Geschichte greifbar machen. Mit Blick auf das zu gründende Zentrum für Vertreibungen präzisierte Vondra, dass das Collegium Bohemicum „nicht nur die Schattenseiten“ beleuchten wolle.
Von „Rettung der Geschichte“ sprach dagegen der Europa-Abgeordnete Milan Horácek. „Wir Europäer müssen uns als Bürger fragen, was wir miteinander falsch gemacht haben und was wir verbessern können.“ Es gehe ihm aber nicht um eine Revision der Geschichte. „Wir müssen über politische und moralische Entschädigungen sprechen, und in einem solchem Projekt wie dem Collegium Bohemicum materialisiert sich dies zum Teil“, so Horácek.
Der tschechische Botschafter in Deutschland, Boris Lazar, warnte vor Abrechnungen mit der Geschichte: „Ich bin sicher, dass Eigentumsansprüche eine Verletzung des Rechtsfriedens darstellen, den wir so schwer erkämpft haben. Und damit meine ich nicht nur deutsche Ansprüche.“ Derartige Forderungen, so Lazar weiter, stellten ein Hindernis dar für die Vertiefung der europäischen Integration. „Die Vertiefung verlangt vor allem Vertrauen und solche Ansprüche führen nicht zu gegenseitigem Vertrauen.“
Dass die Wahl des Collegiums-Sitzes auf die eher kleine Stadt Ústí na Labem fiel, ist kein Zufall. Aufgrund seiner Geschichte und geographischen Lage bietet sich Ústí als Begegnungsort zwischen Deutschen und Tschechen an. 1249 erstmals als Königssitz erwähnt, liegt die Stadt an der 1851 eingeweihten Eisenbahnlinie Prag-Dresden; in der Zukunft wird auch eine Autobahn an Ústí vorbeiführen. Die Einwohnerschaft setzte sich in der Vergangenheit zum überwiegendem Teil aus deutschsprachigen Bevölkerungsteilen zusammen. 1930 waren überhaupt nur 20 Prozent der Einwohner Tschechen, berichtete Oberbürgermeister Petr Gandalovič. Während der Nazi-Zeit hatten sich sogar regimekritische Deutsche nach Ústí geflüchtet. Nach 1990 begann die Stadt dann mit Chemnitz und Dresden zu kooperieren. „Die Stadt versucht nun, ihr Gedächtnis zu erneuern“, sagte Oberbürgermeister Gandalovič, aber man müsse für die Zukunft arbeiten. „Während man in Deutschland vor allem über die Vertreibungen spricht, wollen wir über das Zusammenleben reden.“ Deutsche Touristen sollen denn nicht nur in die Kaufhäuser der Stadt ziehen, sondern auch ins Collegium Bohemicum kommen.
Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der DGAP
Ab 1. September 2010 wird Botschafter a. D. Paul Freiherr von Maltzahn neuer geschäftsführender stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.
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Russische Medien und die Waldbrände
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Bewerbungsschluss: 26. September 2010
Alexander Rahr trifft den Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch
Alexander Rahr wurde am 18. Juni 2010 zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern von Yalta European Strategy vom ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch empfangen. Janukowitsch sprach über die verbesserte wirtschaftliche Lage im Land und über seine bevorstehende Deutschland-Reise. In diesem Zusammenhang erklärte Janukowitsch, dass er gute Beziehungen zu Deutschland unter anderem auch nutzen will, um wichtige politische Signale an die Europäische Union auszusenden. Die Ukraine möchte eine Freihandelszone mit der Europäischen Union begründen. Auch wünscht sich Janukowitsch die Abschaffung der Visen zwischen der Ukraine und der EU.
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15. Juni 2010
15.06.2010
Alexander Rahr moderierte am 10. Juni in Moskau eine Podiumsdiskussion auf der internationalen Konferenz "Drug Production in Afghanistan. A Challenge to the International Community." An der Konferenz nahmenteil: Russlands Präsident Dmitri Medvedev, Aussenminister Sergei Lawrow, NATO-Botschafter Dmitri Rogozin, Generäle der ISAF, Mitglieder des Regierungskabinetts von Afghanistan, Sicherheitspolitiker aus Indien, Türkei, Iran, Pakistan, Kolumbien, USA.
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