Indonesischer Außenminister zum Integrationsprozess in Ostasien

Mittwoch 14. März 09:00 - 11:00
Ort: DGAP, Berlin

Der indonesische Außenminister, Dr. Hassan Wirajuda, sprach am 14. März 2007 in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) über den Integrationsprozess in Ostasien. Vor rund 100 Experten und Mitgliedern der DGAP betonte der Minister, dass Indonesien sich auf vielfältige Weise um die wirtschaftliche und politische Integration in Ostasien bemüht. Dabei sei die Arbeit von ASEAN von besonderer Bedeutung. Der Minister versprach, dass Indonesien sich in den kommenden zwei Jahren als Mitglied des UN Sicherheitsrates auch intensiv um Frieden und Sicherheit in der ganzen Welt bemühen werde.

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››Wir bauen auf Wachstum‹‹, sagte der indonesische Außenminister in der DGAP.

Nach einem Brunch mit indonesischen Spezialitäten sprach Dr. Hassan Wurajuda zum Thema: ››Indonesien und der regionale Integrationsprozess in Ostasien‹‹. Dr. Hassan Wirajuda betonte die Wirtschaftskraft Südostasiens. In Hinblick auf den Asien-Europa Gipfel sprach er über die Staatengemeinschaft ASEAN. Sie sei auf der Asche vorheriger Versuche, die Region zu einen, gegründet worden, so der asiatische Staatsmann.

Das Thema Sicherheit sei bis zum Konflikt in Kambodscha ein Tabu gewesen. Die Gemeinschaft der Südost asiatischen Staaten habe bei der Befriedung der Region eine ››Schlüsselposition‹‹ eingenommen. Heutzutage spielen Fragen der Sicherheit, insbesondere der Terrorismus, eine große Rolle innerhalb des Bundes.

Der Außenminister hob die Position seines Landes bei der Etablierung des Ostasien-Gipfels hervor. Dieser beschränkt sich nicht nur auf ASEAN-Staaten, sondern schließt Indien, Australien und Neuseeland, zwecks zukünftiger Kooperationen, mit ein. Dr. Wirajuda gab einen Einblick in die Wirtschaftlichkeit Südostasiens und schätzt, dass China in 10 bis 15 Jahren Japan als Wirtschaftsmacht ablösen könnte. Der indonesische Regierungsvertreter setzte deutliche Akzente auf Ausbau und Stärkung der Saatengemeinschaft. ASEAN müsse aus den drei Pfeilern Sicherheit, Wirtschaft sowie der soziokulturellen Gemeinschaft bestehen.

Zusätzlich referierte der Außenminister über das ››neue Indonesien‹‹: Demokratie- und Menschenrechtsdefizite seien einem Reformprozess unterworfen. So wurde z.B. die Legislative zu Lasten der Exekutive gestärkt.

Dr. Wirajuda beantworte nach dem Vortrag Fragen aus dem Publikum. Dabei betonte er zum Abschluss die guten Beziehungen zwischen Indonesien und Deutschland.

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