»Die Berliner Erklärung der Europäischen Union – Gelingt die Neubegründung der EU?« war das Thema des »Early Bird Breakfast« am 26. März in der DGAP. Einen Tag nach der Unterzeichnung der »Berliner Erklärung« diskutierten Dr. Michaele Schreyer, ehemalige EU-Haushaltskommissarin und Vizepräsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland, und Dr. Henning Riecke, Wissenschaftler in der DGAP, vor etwa 90 Teilnehmern die lang erwartete Jubiläumserklärung der EU. Jan Techau, Leiter des Alfred von Oppenheim Zentrums für Europäische Zukunftsfragen moderierte die Runde.
»Die Berliner Erklärung der Europäischen Union – Gelingt die Neubegründung der EU?« war das Thema des »Early Bird Breakfast« am 26. März in der DGAP. Einen Tag nach der Unterzeichnung der »Berliner Erklärung« diskutierten Dr. Michaela Schreyer und Dr. Henning Riecke vor etwa 90 Teilnehmern die lang erwartete Jubiläumserklärung der EU
Michaela Schreyer, die als ehemalige Angehörige der Kommission nach dem Gemeinschaftsinteresse suchte, lobte die »Berliner Erklärung« als einen gelungenen Text. Er benenne die Errungenschaften der Europäischen Union klar und beschreibe in verständlicher Sprache auch die politischen Herausforderungen. Wie bereits beim Klimagipfel der EU sei deutlich geworden, dass die deutsche Ratspräsidentschaft Wert auf das Setzen von verbindlichen Zielen für die Zukunft der EU lege. Die zentrale Aussage sei die Festlegung, bis zu den Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2009 müsse die EU sich auf eine neue vertragliche Grundlage gestellt haben. Hierin liege auch ein Moment der europäischen Demokratie, so Michaela Schreyer, denn bei der Wahl werde auch über dieses Resultat und damit über Europa abgestimmt.

Henning Riecke nannte die Berliner Erklärung ein »Glückwunschtelegramm der EU an sich selbst«. Die klare, einfache Sprache hebe die Erklärung gegenüber anderen EU-Dokumenten heraus.
Der schöne Satz »die Bürgerinnen und Bürger der EU sind zu ihrem Glück vereint« trage verschiedene Bedeutungen in sich. Das Papier sei aber für ein politisches Manifest zu wenig pointiert. Wichtige Konflikte der Integration, wie etwa die Erweiterungsproblematik oder die Differenzen über das europäische Sozialmodell, seien übergangen worden. Hier hätten Denkanstöße geliefert werden können. Für die
Verfassungsverhandlungen sei die Arbeit an der Berliner Erklärung aber ein wichtiger Testlauf gewesen.
In der Diskussion kam eine deutliche Unterstützung für den Inhalt der Erklärung und Respekt für die Leistung ihrer Autoren zu Tage. Die politische Wirkung und Bindungskraft des Dokumentes ließen sich so früh noch nicht einschätzen. Mit Blick auf die Verfassungsverhandlungen scheint aber verhaltener Optimismus erlaubt zu sein.
„Wir dürfen von Obama keine Wunder erwarten“
Expertenrunde analysiert den Wahlsieg von Barack Obama und seine Folgen für Europa
06.11.2008
Die neue US-Regierung und der anstehende Weltfinanzgipfel
Interview mit Katharina Gnath
10.11.2008 | nordwest radio
Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen
Am 28. Oktober sprach Simon Koschut an der Universität Leipzig über die
Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen angesichts der Wahlen in den
USA.
28.10.2008
Defizitäre Vorbild-Demokratie Amerika
Bei der Expertentagung des Arbeitskreises Demokratieforschung der Deutschen
Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) vom 16. bis 18. Oktober 2008
in Hamburg präsentierte Josef Braml sein Papier zum Thema „Defizitäre
Vorbild-Demokratie Amerika“.
16.10.2008
Am 2. Oktober 2008 hielt Josef Braml im „Wannseeforum“ einen Vortrag und
diskutierte mit den Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes
das Thema „Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik“.
02.10.2008
Abonnieren Sie unseren RSS-Feed