11. Internationale Sommerschule 2007

Dienstag 10. Juli 09:00 - 18:00
Ort: DGAP, Berlin

33 Teilnehmer, 30 Nationen, 14 Tage. Studierende aus ganz Europa, Russland, Asien und den USA sowie dem Nahen Osten und Afrika besuchen zurzeit die 11. Internationale Sommerschule der DGAP »Complex Challenges, Comprehensive Responses – Linking Security and Development«.

3. Tag: Dienstag, 10. Juli 2007
Der dritte Tag der Sommerschule begann mit einer Podiumsdiskussion zu neuen Methoden der Konfliktanalyse, die sich seit dem Ende des Kalten Krieges entwickelt haben. Teresa Koloma Beck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt Universität, die sich mit der Mikropolitik bewaffneter Gruppen auseinandersetzt, und Rem Kortweg, ehemaliger Teilnehmer der Sommerschule und jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter am The Hague Centre for Strategic Studies, diskutierten mit den Sommerschülern die theoretische und historische Perspektive heutiger Konflikte.

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Der Vortrag von Teresa Beck hinterfragte das Paradigma von »alten und neuen Kriegen«, unterstrich aber gleichzeitig die spezielle Brutalität, mit der moderne Kriegsführung zivilgesellschaftliches Leben zerstört. Kortweg analysierte vor allem das »Schwarze-Loch-Phänomen«, von dem vor allem Grenzregionen betroffen sind, da besonders hier Terrorismus und Kriminalität Hand in Hand gehen, um weit reichende Instabilität zu erzeugen.

Eine Plenarsitzung folgte der Podiumsdiskussion, in der die Sommerschüler die komplexen Herausforderungen diskutierten, die die globale Sicherheit gefährden. Es sprachen Dr. Daniel Lambach vom German Institute for Global Area Studies (GIGA) und Prof. Dr. Nils Peter Gleditsch, Leiter der Arbeitsgruppe für die Auswirkungen von Umweltfaktoren auf Bürgerkriege am International Peace Research Institute Oslo, Norwegen. Dr. Lambach listete die Faktoren auf, die zu schlechter Regierungsführung, »failed states« und Demokratisierung führen, während Prof. Gleditsch dazu aufforderte, die Bedeutung von Umweltfaktoren als Auslöser von gewalttätigen Konflikten nicht zu unterschätzen.

Die Teilnehmer der Sommerschule teilten sich anschließend wieder in die regionalen Arbeitsgruppen auf und erarbeiteten, welche Bedeutung, die in den Vorträgen gehörten Argumente, für die jeweilige Region haben.

Das International Forum on Strategic Thinking ist das zentrale Programm der DGAP zur außen- und sicherheitspolitischen Nachwuchsförderung. Jeden Sommer werden sorgfältig ausgewählte Studierende und Absolventen zu seiner zweiwöchigen Sommerschule eingeladen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Programms.