Das Programm Russland/Eurasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) führte vom 20. bis 22. April 2007 in Rostov am Don eine Konferenz zum Thema Bildungsreformen in Deutschland und Russland durch. Die Konferenz richtete sich an Abgeordnete aus Deutschland und Russland.
Russische Duma Abgeordnete berichteten über die Durchführung des nationalen Projektes Bildung in Russland. Das aus dem Staatsbudget bereitgestellte Geld diene im Wesentlichen der Schaffung von Anreizen für Lehrer und der Unterstützung talentierter Schüler. Das Hauptproblem im russischen Bildungssystem sei die Korruption. Weder Universitätsprofessoren noch Gymnasiallehrer können sich von ihrem Grundgehalt ernähren. Diplome können an jeder Ecke »gekauft« werden.
Die deutschen Experten beschrieben das Modell der Eliteschulen. Die künftige Ausbildung müsse sich stärker am Bedarf der Industrie orientieren. Der soziale und gesellschaftliche Status des verbeamteten Lehrers in Deutschland liege weit höher als der der russischen Kollegen.
Die Veranstaltung in Rostov diente der Unterstützung des Petersburger Dialogs der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands.
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