Fürstliche Außenpolitik

Freitag 30. März 17:30 - 19:00
Ort: DGAP, Berlin

Am 30. März 2007 referierte der Außenminister des Fürstentums Monaco, S.E. Henri Fissore, in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) über die Außenpolitik seines Landes. Zahlreiche Gäste und rund 15 Botschafter erhielten interessante Hintergrundinformationen über die Außenpolitik des Mikrostaates, der aufgrund seiner geringen Größe eine besondere Rolle spielt. Nach seinem umfassenden Vortrag beantwortete Henri Fissore lächelnd und gut gelaunt die Fragen des Publikums.

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S.E Henri Fissore gab im Robert Bosch-Saal der DGAP einen informativen Überblick der monegassischen auswärtigen Politik. So erwähnte er, dass die Außenpolitik des Fürstentums von Monaco auf die Beziehungen zu Frankreich, Europa, insbesondere der EU und der Welt basiere. Als ››ökonomisches Zentrum des französischen Hinterlandes‹‹ und der historischen Verknüpfungen mit Frankreich sei die Beziehung zum Nachbarstaat sehr eng.

Obwohl das Fürstentum Monaco keine Mitgliedschaft der Europäischen Union beabsichtige, sei es in vielen Bereichen, wie z.B. der Euro-Zone, miteinander verbunden. Fissore wies auf die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission hin, die nötig sei, um monegassische Produkte innerhalb der EU-Wirtschaftszone zollfrei zu platzieren. Das Fürstentum habe erkannt, dass das ››Zentrum der Macht seine Adresse geändert hat‹‹ und deshalb ein guter Kontakt zur EU so bedeutend sei. Die Verteidigung der Souveränität des in Frankreich eingebetteten Staates gehe damit Hand in Hand. Die 10 Botschaften und 109 Konsulate unterstreichen die außenpolitischen Bemühungen des Fürstentums bezogen auf die Felder Wirtschaft, Souveränität, Kultur und Tourismus und prägen die Arbeit von Henri Fissore.

Wirtschaftlich tritt das Fürstentum mit der globalisierten Welt in Kontakt. Die Vorurteile der ››Briefkasten-Ökonomie‹‹ seien nicht zutreffend. Der Außenminister betonte die 45000 Arbeitsplätze, die sich auf noch nicht einmal 2 km² Staatsgebiet verteilen. Gerade der Wirtschaftssektor sei sehr sensibel. Die Größe mache Monaco für wirtschaftliche Schwierigkeiten, die andere Länder einfacher bezwingen könnten, verwundbar. Der Minister beschrieb auch die monegassischen Aktivitäten in der Entwicklungshilfe. In 18 Ländern betreibe Monaco Programme in Bereichen, wie z.B. Gesundheit, Bildung und Unwelt.

In der anschließenden Fragerunde wurde Bezug auf die wirtschaftlichen und außenpolitischen Perspektiven von Monaco genommen. Dabei betonte Fissore die Neutralität seines Landes auf die Frage, ob Monaco eigene Positionen zu weltpolitischen Konflikten entwickeln würde. Die Zukunft der monegassischen Wirtschaft liege im Dienstleistungsbereich, zu Lasen der Industrie, die dem Problem des Platzmangels in dem Mirkostaat gegenüberstehe.

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