Am 2. Mai 2007 lud die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) zu einem Vortrag des zyprischen Außenministers, S.E. Yiorgos Lillikas, zum Thema »The Cyprus Issue after the Accession of Cyprus to the EU«. Viele Gäste, darunter zahlreiche Botschafter, hörten, wie Lillikas die Europäische Union in den höchsten Tönen lobte. Der Abend endete mit einer lebhaften und informativen Diskussion.
»Es gibt keinen besseren Platz als innerhalb der Europäischen Union, um den Zypernkonflikt zu besprechen«, so der Außenminister. Zyperns Beitritt zur Staatengemeinschaft habe zur wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Erweiterung der Europäischen Union beigetragen und das Pro-Kopf Einkommen in Zypern stark erhöht.
Zyperns Ziel sei es, so der Außenminister in Hinblick auf den Grenzkonflikt, ein moderner und vereinigter Staat zu werden. Er forderte die Staatengemeinschaft auf, weiterhin an der Lösung des Konflikts mitzuwirken. Dabei lobte er auch die Arbeit der Vereinten Nationen. Zum Ende seines Vortrags erwähnte Lillikas die Quelle seines Optimismus. Berlin sei so viele Jahre geteilt gewesen und doch habe man eine Vereinigung erreicht, sagte er.
In der anschließenden Diskussion kamen auch kritische Fragen auf, die von Yiorgos Lillikas souverän beantwortet wurden. Auf den Kommentar, doch zur Situation von 1960 zurückzukehren, erwiderte Lillikas, dass dies sicherlich positiv wäre. Jedoch müsse man realistisch bleiben und die Entwicklung der letzten Jahre in Betracht ziehen. In der Fragerunde bekundete der Außenminister seinen Unmut zur aktuellen politischen Situation in der Türkei.
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