Am 24. Mai 2007 wurde das Stipendienprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa der Robert Bosch Stiftung in einem feierlichen Festakt mit musikalischer Umrahmung in Gedenken an den Widerstandskämpfer, ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister, engen Vertrauten Robert Boschs und engagierten Verwaltungsbeamten in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in „Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg. Stipendienprogramm für Nachwuchsführungskräfte aus Mitteleuropa“ umbenannt.
In Anwesenheit von über hundert Gästen, darunter mehrere Mitglieder der Familie Goerdeler, verwies Dr. Marianne Meyer-Krahmer, Tochter Carl Friedrich Goerdelers, in einer eindrucksvollen Rede auf das geistige Erbe ihres Vaters, dass den Stipendiaten und allen Beteiligten des Programms Orientierung und Ansporn geben kann. Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, unterstrich ebenfalls die Aktualität der Person und des Denkens Goerdelers und verwies auf die hieraus resultierende Verpflichtung für die Stipendiaten des Programms. Dr. Sabine Gillmann, Technische Universität Darmstadt, erläuterte in ihrer historischen Analyse die freundschaftliche Beziehung zwischen Carl Friedrich Goerdeler und Robert Bosch, die trotz unterschiedlicher Prägungen auf einer festen gemeinsamen Wertegrundlage basierte.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden den Stipendiaten des VI. Jahrgangs von Dr. Heiner Gutberlet, Kuratoriumsvorsitzender der Robert Bosch Stiftung, die Abschlusszertifikate feierlich überreicht.
Im Rahmen des Carl Friedrich Goerdeler-Kollegs haben jährlich 25 junge, überdurchschnittlich qualifizierte Polen, Tschechen, Slowaken und Ungarn aus der öffentlichen Verwaltung ihrer Länder die Gelegenheit als Stipendiaten der Stiftung neun Monate in Deutschland zu verbringen und wertvolle berufliche Erfahrungen zu sammeln. Die Robert Bosch Stiftung hofft, mit diesem Programm einen Beitrag zur Qualifizierung der heranwachsenden Führungseliten und zum Aufbau einer modernen Verwaltung in unseren östlichen Nachbarländern zu leisten und damit zugleich der Verständigung zwischen Deutschen, Polen, Tschechen, Slowaken und Ungarn zu dienen. Zudem zielt das Programm auf den Ausbau eines länderübergreifenden Netzwerks von Nachwuchsführungskräften ab.
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