Kein Reis mit Atombomben

Montag 14. Mai 15:00 - 17:00
Ort: Auswärtiges Amt, Berlin

Am 14. Mai 2007 hielt Dr. Kim Dae-jung, Friedensnobelpreisträger und Staatspräsident a.D. der Republik Korea, auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik im Auswärtigen Amt einen Vortrag zum Thema »Denuclearization of the Korean Peninsula and Prospects for Peace in the Northeast Asian Region«.

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Kim Dae-jung bedankte sich zunächst einmal für die Unterstützung Deutschlands bei der Überwindung der koreanischen Finanzkrise 1998 und bei der Vermittlung im Konflikt und der Teilung zwischen Nord- und Südkorea. Des Weiteren betonte er die Bemühungen Südkoreas, den Atomkonflikt mit Nordkorea mit diplomatischen Mitteln beizulegen und Nordkorea dazu zu bewegen, die Entwicklung von atomaren Waffen nicht weiter zu verfolgen.

Kim Dae-jung machte außerdem deutlich, dass es zu einem Dominoeffekt z.B. in Taiwan kommen könnte, sollte Nordkorea die Entwicklung von Atomwaffen weiter verfolgen. In einem Gespräch zwischen Kim Dae-jung und Kim Jong-Il habe der Führer Nordkoreas versichert, dass es auch sein Wille sei, den Konflikt um die Entwicklung von atomaren Waffen beizulegen, so Kim Dea-jung. Er fügte hinzu, falls Nordkorea den jetzigen Kurs beibehalte, würde sich das Land vollständig isolieren.

Ferner machte er deutlich, dass Südkorea seine Lebensmittellieferungen stoppen würde. Ein weiteres Thema des Vortrags stellte die Wiedervereingungsbemühung mit Nordkorea dar. Diese sollte in mehreren Schritten erfolgen, denn man habe am Beispiel Deutschlands die Schwierigkeiten einer solchen Vereinigung genau beobachten können, so Kim Dae-jung. Trotzdem stelle Deutschland in dieser Frage einen wichtigen Partner dar, da man von den Erfahrungen Deutschlands profitieren könne. Kim Dae-jung wünschte sich diesbezüglich weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland.