Zwei Wochen lang arbeiteten 33 Studierende aus 30 Nationen bei hochsommerlichen Temperaturen intensiv an Lösungsansätzen für globale sicherheitspolitische Herausforderungen. Die 11. Internationale Sommerschule der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) brachte Teilnehmer aus Europa, Russland, Asien, den USA und erstmals auch aus Afrika zusammen. Die künftigen Entscheidungsträger aus den Bereichen Sicherheits- und Entwicklungspolitik nahmen an Vorträgen und Expertendiskussionen zum Thema »Complex Challenges, Comprehensive Responses – Linking Security and Development« teil und sprachen mit Politikern, Wissenschaftlern und Vertretern der Bundesministerien.
Am 20. Juli 2007 fand die Sommerschule mit der Präsentation der von den Teilnehmern erarbeiteten Policy Papers einen Abschluss.
Die Organisatoren der Sommerschule, Hans Bastian Hauck und Kathrin Brockmann, zeigten sich hoch zufrieden mit den Ergebnissen. »Die Sommerschüler haben intensiv gearbeitet und unkonventionelle Lösungen für drängende internationale Probleme gefunden«, sagte Hauck am Rande der Abschlusspräsentation.
Aufgeteilt in vier regionale Arbeitsgruppen – Europa, Asien, Naher Osten und Afrika – hatten die Teilnehmer Politikempfehlungen für »ihre« Region erarbeitet und diese am Freitag vor einem großen Publikum selbstbewusst vorgetragen. Neben DGAP-Mitgliedern waren auch Pressevertreter, Vertreter der Sponsoren und Wissenschaftler gekommen, um zu hören, wie sich die künftigen Entscheidungsträger die Lösung internationaler Probleme vorstellen.
Die Arbeitsgruppe Europa forderte, die Rolle eines künftigen Europäischen Auswärtigen Dienstes zu stärken und ihm nicht nur die Policy Unit, sondern auch die Bereiche Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik zu unterstellen. Das Hauptproblem in Afrika stelle die Unfähigkeit der Staaten dar, Sicherheit und Stabilität zu garantieren. Die Arbeitsgruppe Afrika empfahl daher die Stärkung überstaatlicher Organisationen, insbesondere des Afrikanischen Gerichtshofs und der Afrikanischen Zentralbank. Die Arbeitsgruppe Asien schlug vor, Japan und Australien stärker als Mediatoren in regionale Konfliktlösungsstrategien einzubinden. Die Arbeitsgruppe Nahost forderte, dass vorrangiges Ziel zurzeit die Stabilisierung der Region sein müsse. Dafür müsse man notfalls auch undemokratische Regierungen akzeptieren. Prof. Dr. Gale Mattox von der US-Marine Akademie lobte die Sommerschüler in den höchsten Tönen. Mit Diskussionen auf höchstem Niveau hätten die Teilnehmer bewiesen, dass sie zu den künftigen Führungskräften gehören.
Prof. Dr. Sandschneider, Otto Wolff-Direktor des Forschungsinstituts der DGAP, dankte den Teilnehmern und Organisatoren für die geleistete Arbeit und das große Engagement, das alle Beteiligten dem Projekt entgegen gebracht haben.
Die Sommerschule wird vom International Forum on Strategic Thinking, dem zentralen Programm der DGAP zur außen- und sicherheitspolitischen Nachwuchsförderung, organisiert. Jeden Sommer werden sorgfältig ausgewählte Studierende und Absolventen zu seiner zweiwöchigen Sommerschule eingeladen.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Programms.
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